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Das Ganze der Seiden-Manufactur, nach ihrem Ursprunge, Fortschritten und jetzigen Standpunkte dargestellt : enthaltend gründliche Belehrungen über die Cultur, das Abhaspeln, Zwirnen und Weben der Seide, nebst Abbildungen und Beschreibung aller dazu erforderlichen Geräthschaften und Maschinen, insbesondere der Jacquard-Maschine und anderer mechanischen Webstühle
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Fünftes Capitel.

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kostbar Ist, als der des roden Materials und well Frankreich, solange es auch nur einen kleinen Theil seines Bedarfs von au-ßen bezieht, den Preis seiner gesammten, verarbeiteten Seidenach dem, vom Auslande bezogenen Material bestimmen muß.Allein, da das Leben in Großbrittanien theurer ist, als in denLändern, deren politische und finanzielle Beschaffenheit sich ineinem weniger künstlichen Zustande befindet, so erzeugt dieseseinen verhäitnißmäßig hohem Arbeitslohn. Der englische Ar-beiter bedarf, wegen der klimatischen Landesbeschaffenheit, stärken»der Nahrungsmittel, und wenn dessenungeachtet die arbeitendeKlasse in England, dennoch nicht so tief in den Abgrund derArmuth und des Elends versunken ist als in einigen benachbar-ten Staaten, so wollen wir daraus auf der andern Seite nichtfolgern, daß sie sich in einer zu günstigen Lage befinden undbaß der Grundsatz, auf dem wohlfeilsten Markte zu kaufen, wieer seit einiger Zeit bestanden, bis zu dem stattfindenden Ueber-maß verfolgt werden dürfe, der sie zu dem Standpunkt jenerUnglücklichen Ausländer herabziehen und sie dahin reduciren würde,kaum ihren nothdürstigsten Unterhalt zu gewinnen. *) Leiderist Grund genug vorhanden zu glauben, daß in vielen unsrerDistrikte, dieses das unglückliche Loos der Manufacturarbeiterist. Bei Industriezweigen, welche mit andern, bei welchen keinefremde Mitbewerbung stattfindet, in Eontact gerathen, kann^gesetzlicher Schutz nie von Nutzen sein; aber so lange die er-werbende Klasse unserer Landsleute ihre Unterstützung von einerMäßigen Einfuhrabgabe entlehnt, giebt es gewiß nur wenige Wi-bersacher des Jmpost. Wollte man jenen Schutz über die be-ifichnete Grenze hinaus ausdehnen, so würde man dadurch an-dere Klassen beeinträchtigen, ohne für die begünstigte einen ver-i>ältnißmäßigen Vortheil zu gewinnen. Was nun die Seiden-kubrikation betrifft, so beläuft sich der Steuersatz, auf welchemstch die Möglichkeit für die englischen Weber begründet, mitbrn französischen gleiche Preise zu halten, wie dieses schon jetzt

^ Simonb, welcher im Jahre lSI? Lyon besuchte, beschreibt dieArmuth der Seidenweber in dieser Stadt und deren Umgegend weit schreck-'"ber, als Alles, was jemals die englischen Arbeiter erduldet. Dort. wie^e> uns, werden die Manufacturarbeiten von den Webern mehrenlheils in" eignen Wohnung betrieben. Diese sind bei den französischen Webernehrentheils äußerst elend; eine Stube von 20 Fuß im Quadrat, dientehr häufig drei ganzen Familien zur Werkstätte, wie zur Wohnung.— „ReiseAufenthalt in der Schweiz." Bd. l. S. Zl7.