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Das Ganze der Seiden-Manufactur, nach ihrem Ursprunge, Fortschritten und jetzigen Standpunkte dargestellt : enthaltend gründliche Belehrungen über die Cultur, das Abhaspeln, Zwirnen und Weben der Seide, nebst Abbildungen und Beschreibung aller dazu erforderlichen Geräthschaften und Maschinen, insbesondere der Jacquard-Maschine und anderer mechanischen Webstühle
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Erstes Capitel.

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von den andern Gattungen durA seine palmenförmigen Blätter.Aus der Rinde seiner Zweige bereiten die Japanesen ihr Papier.Seine Blatter dienen gleich denen der andcm zum Futter derSeidenraupe, weshalb er jetzt in Frankreich angebaut wird. *)

Die beiden noch übrigen Gattungen, der 1'invtoris undluüies, werden nicht zur Ernährung der Seidenraupe ange-wendet. **)

Der Maulbeerbaum hat, bei schnellem Wüchse, hartesHolz, und naluralisirt sich leicht in jedem Elima. Die Gattungdes iiixrs ist, wegen ihrer Früchte, von jeher in Europa ange-baut. Des weißen Vaterland ist Indien, von wo er in allewestlichen Lander, die den Seidenbau versucht haben, verpflanztworden ist. ***) Die Beschaffenheit der verschiedenen Gattungen

-) Die Rinde dieses Baums liefert nicht nur Faden zu Stricken, son-dern es kann selbst eine Art Zeug davon gemacht werden. Herrla Nouverieversichert, daß er von den jungen Zweigen dieser Gattung von Maulbeer-l'aum eine schone, tragbare Seide gewann. Er schnitt die Rinde ab, wäh-> rend der Baum im Safte stand, und klopfte sie dann mit Schlägeln, wor-

^ auf er sie in Wasser tauchte. Auf diese Weise gewann er aus den Fa-sern Fäden, die an Qualität den seidnen glichen. Diese ließ er zu Zeug

i verweben, das ganz wie seidenes aussah. Die Frauen von Louisiana ge-

winnen von den Schößlingen des Maulbeerbaums ein ähnliches ProduktsDiese werden gepflückt, wenn sie 4 bis 5 Fuß lang sind. Die Borkewird abgestreift und in der Sonne getrocknet, dann durch Klopsen von denäußern Theilen befreit, die dadurch abfallen, wahrend die innern nicht da-von leiden. Dieses Bast (Splint) wird wieder geklopft, um es feiner zuwachen, und dann gebleicht. Nach diesen Vorbereitungen wird dasselbe ge-sponnen und zu allerlei Fabrikaten gebraucht, als Netzen, Franzcn, u. s.w. Auch webt man Zeuge daraus. Die feinsten Stoffe, welche die Ein-wohner von Otaheity und andere Südsce-Insulaner tragen, sind aus die»s°r Baumrinde gefertigt.

") Das Holz des Maulbeerbaums ist zu verschiedenen Zwecken anwend-et und wird wegen seiner Harte, seiner Dichtigkeit und Biegsamkeit von' Wleublesarbeitern, Drechslern und Bildhauern sehr gesucht. Seine Dauer! wacht es dem Tischler nützlich, und da es dem Eindringen des Wassers,

, bleich dem Eichcnhvlze widersteht, so ist es besonders zu Schiffsbauten ge-

eignet. Zugleich ist es ein gutes Brennholz und liefert gute Holzkohlen,«ur tu eultiira litt inurior.

^ Man unterscheidet in den verschiedenen europäischen Ländern, wow-eidc gebaut wird, verschiedene Maulbecrarten, welche aus der Verschiede»Veit des Climas, des Bodens und der Cultur entsteh». Unter den wilden4siaulbeerbäumen haben einige abgerundete Blätter, denen der Rose nicht»ähnlich; sie heißen darnach der Nosenmaulbcerbaum. Das sogenannte»mische Blatt ist ein Maulbeerbaum, der sich vor allen durch seine über-s breiten Blätter unterscheidet. Der spanische ist dem Nosenmaulbeer-w» sehr ähnlich, und nur dadurch von demselben unterschieden, daß seine