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Zweiter Theil.
zum Gebrauch für die Seidenraupe, «giebt ihre Qualifikationdaraus, daß sich beim Versuch gezeigt, wie die Seidenraupe zu-erst die Blätter des weißen, dann des rothen und zuletzt desschwarzen consumirt, wenn ihr von oben genannten Sorten zu-gleich zum Futter gereicht wird, und folglich eine Vorliebe fürdie weichere und zartere Sorte der Blätter zeigt. — Die Blät-ter des tartarischcn Maulbeerbaums scheint das Insekt gleichdenen des rothen und schwarzen zu lieben, doch zieht es die desweißen allen andern vor, die, da der Bapm aus China stammt,wohl als seine eigentlichste Nahrung anzusehen sind.
Viele Schriftsteller, welche über diesen Gegenstand geschrie-ben haben, behaupten, daß man sich stets des weißen Maulbeer-baums in China bedient, wahrend nur einige Wenige versichern,daß die Chinesen jetzt die Seidenraupe mit dem tartarischenMaulbecrbaum füttern.
Der weiße Maulbecrbaum wird, da die Seidenraupe des-sen Blätter, wie gesagt, vorzieht, jetzt allgemein in Europa an-gepflanzt, womit auch noch der Vortheil verbunden ist, daß erum 14 Tage früher Blätter treibt, wodurch die Eier im Früh- >ling schneller zur Entwickelung kommen und die Behandlung desInsekts nicht so weit in die heiße Jahreszeit vorrückt. Auch !wächst derselbe schneller und leidet weder durch das stete Ab-pflücken der Blätter, noch durch eine Menge von Früchten, wiedieses bei dem schwarzen der Fall ist. Jedoch sein Hauptvorzug— wenn das Factum wahr ist — ist der, daß die mit seinenBlättern genährte Raupe feinere Seide giebt, als wenn sie ihreNahrung von irgend einer der andern Sorten entnimmt. Dochhat der Graf Dandolo bemerkt, daß die Feinheit des Gespinn-stes, neben der Nahrung, auch sehr von dem Wärmegrade ab-hängt, worin das Insekt aufgezogen wird.
In kalten Climaten kommt der schwarze Maulbeerbaunibesser fort, als der weiße. Auch trägt er die doppelte Zahl zuMFutter geeigneter Blätter. *) In Dcrsien wird die Seidencau-
Blättrr spitzer und breiter sind. Er widersteht dem stärksten Frost undüberdauert den härtesten Winter.
Die Blätter des Maulbeerbaums, den man die schlanke Königinnennt, sind länalich, mäßig breit, und überaus weich. Diese Art ist vonvorzüglicher Qualität und sehr geschätzt.
») Arthur Poung sagt: „In Piemont und in der Provence wer-den viele schwarze Manlbeerbäume, nur wegen ihrer schönen schwarzenFruchte gehalten und niemals abgestreift, denn man hält die Seide vonden mit dieser Gattung ernährten Raupen für schlechter." Bertez«"