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Das Ganze der Seiden-Manufactur, nach ihrem Ursprunge, Fortschritten und jetzigen Standpunkte dargestellt : enthaltend gründliche Belehrungen über die Cultur, das Abhaspeln, Zwirnen und Weben der Seide, nebst Abbildungen und Beschreibung aller dazu erforderlichen Geräthschaften und Maschinen, insbesondere der Jacquard-Maschine und anderer mechanischen Webstühle
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Erstes Capitel.

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pe mit den Blättern des schwarzen MaulbeerbaumS allgemein"nährt. Auch in Granada, wo die Seide vortrefflich ist, hältMan es auf gleiche Weise.

Swinburne, welcher im Jahre 1784 in Calabrienreiste, berichtet, -daß man daselbst den rothen Maulbeerbaumvorziehe, weil er um 14 Tage später ausschlägt, als der weiße,und seine Blätter deshalb von Frost weniger zu fürchten haben.Aus demselben Grunde, der ihm einen Vorzug in Calabrien er-worben, ist er in andern Gegenden verworfen worden.

Der Maulbeerbaum schlägt sehr tiefe Wurzeln, und saugtdeßhalb die Oberfläche des Bodens weniger aus, als andereBäume, deren Wurzeln sich mehr auf der Oberfläche des Bo-dens ausbreiten, und deßhalb kann man, rund um den Stammher, andere Gewächse anbauen, deren Wachsthum weder derSchatten noch der herabträufelnde Regen benachtheiligt.

In feuchtem Terrain, in Thälern, oder nahe an Gewäs-sern, wächst der Baum am schnellsten, allein die Blätter der,auf solchem Boden gewachsenen Bäume, enthalten zu viel Was-serstoff, und obgleich die Raupe sie begierig frißt, so sind sie ihrdoch nachteilig, wegen Mangel an nährender Substanz, in des-sen Folge die Arbeit des Insekts sich langsamer fördert, auchihre Güte durch dessen schwache Constitution leioet, derenGrund in jenem Nahrungsmittel liegt. Bäume, welche auftrvcknem Boden wachsen, geben zwar eine geringere Quantität! von Blättern, die aber durch den reichlicher darin enthaltenenNahrungsstoff vollkommen vergütet wird, der eine bessere Be-schaffenheit bewirkt.

Mayet hat bemerkt, daß die Qualität der Seide vonhsn genossenen Maulbeerblättern abhängt. Diese sind daher wierin Bergwerk zu betrachten, worin die Raupe arbeitet, und dieMehrere und bessere Ausbeute richtet sich nach dem Grund undRoden wie dem Clima, wovon die feinere Substanz abhängt.

Der Maulbeerbaum pflanzt sich leicht und auf dreifacheWeise fort: durch Absenker, Stecklinge und Samen.

' In Ländern, wo der Samen bis zu der Jahreszeit aufbe-wahrt werden muß, welche die günstige zum Säen desselben'st, ist diese Art der Cultur beschwerlich.

^»sichert, daß man diese Blätter ln Italien und Frankreich als ein Giftrar die Seidenraupe betrachte.