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Das Ganze der Seiden-Manufactur, nach ihrem Ursprunge, Fortschritten und jetzigen Standpunkte dargestellt : enthaltend gründliche Belehrungen über die Cultur, das Abhaspeln, Zwirnen und Weben der Seide, nebst Abbildungen und Beschreibung aller dazu erforderlichen Geräthschaften und Maschinen, insbesondere der Jacquard-Maschine und anderer mechanischen Webstühle
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Zweites Capitel.

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Mit sie sich als Bedeckung am Ende ihres animalischen Lebensumgiebt, bei weitem Alles, was jemals von andern Thieren die-ser Classe hervorgebracht worden. Alle Raupengattungen gehenfreilich Verwandlungen durch, und im Zustande des Schmetter-lings wird der der Seidenraupe von vielen an Schönheit über-treffen ; allein die Hülle, mit der sie sich vor dem Uebergang zumPapillon umgiebt, ist arm und dürftig, mit dem goldncn Ge-spinnst verglichen, womit die Seidenraupe sich umkleidet.«

»Es ist wahr, viele gehen aus ihrer Hülle mit dem reichstenFarbenschmclz bekleidet, hervor, und ihre Flügel scheinen mitGold und Scharlach beträufelt, allein sie sind die Erscheinungeines Sommertags; ihr Leben, wie ihre Schönheit, schwindenschnell und spurlos dahin. Allein welch schönes Denkmal hin-terlaßt die Seidenraupe! — ein Document der Weisheit desSchöpfers und seiner unendlichen Güte für den Menschen.«Pullen,.

Die Seidenraupe entsteht aus Eiern, die ein Schmetter-

> ling, von der Classe der Nachtfalter (Phalänen), im Sommerlegt. Seine Farbe spielt ins Graue. Die Eier gleichen anGestalt einem Senfsamenkorn, ihre Farbe ist anfangs gelblich,verwandelt sich aber in 3 — 4 Tagen in ein blasses Blau. Ingemäßigten Climaten kann man, mit gehöriger Vorsicht, dieEier durchwintern, ohne eine zu frühe Entwickelung derselben

! befürchten zu müssen. Die Belebung derselben kann durch künst-liche Mittel sowohl beschleunigt, als zurückgehalten werden, umdieselbe in Uebereinstimmung mit der Periode zu bringen, wo dieUatürliche Nahrung des Insekts im Ueberfluß vorhanden ist.

Alle die merkwürdigen Verwandlungen und Arbeiten derSeidenraupe werden in dem Zeitraum weniger Wochen begonnen

> Und geendigt. Jedoch richtet sich die Dauer der Perioden nach

, dem Clima oder Wärmegrade, worin sie lebt. Alle ihre Lebens-

lUnctionen werden durch die Wärme beschleunigt und mithin ab-kürzt. Abgerechnet diesen, auf Umständen beruhenden Unter-schied ist der Fortgang der Entwickelung in allen Climaten der-stlbc, g^ich den sie begleitenden Veränderungen. Die drei aufLander folgenden Verwandlungen, die das Insekt durchgeht,bnd die der Raupe, der Chrysalis, oder Puppe, und die desSchmetterlings. Außer diesen drei Hauptzuständen ist das Jn-

noch 5 verschiedenen Stadien des Seins im RaupcnzustandeUnterworfen.

Wenn es auskriecht, erscheint es als ein kleines schwarzes^eidenmanufactur. 7