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Das Ganze der Seiden-Manufactur, nach ihrem Ursprunge, Fortschritten und jetzigen Standpunkte dargestellt : enthaltend gründliche Belehrungen über die Cultur, das Abhaspeln, Zwirnen und Weben der Seide, nebst Abbildungen und Beschreibung aller dazu erforderlichen Geräthschaften und Maschinen, insbesondere der Jacquard-Maschine und anderer mechanischen Webstühle
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Zweiter Theil.

rung. Obwohl daS zweite Alter kürzer ist, so bedürfen die grö- hßern Raupen eine vermehrte Nahrung von 18 Pfd. Blättern, sdie man nicht mehr, wie anfänglich, in so ganz kleine Stück- »chen zerpflücken muß. Im dritten Alter giebt man 60 nur rve- hnig mehr zerrissene Blätter. Im vierten Alter bedürfen sie 180!Pfd-, !m fünften und längsten, fressen die Insekten 1098 Pfd., wel- dche vor wenigen Wochen, eben ausgebrütet, nicht eine Unze wogen- 8Diese Berechnung ist nur auf völlig gesunde Raupen anwend- dbar, und es würde das Blättergcwicht einen Abzug erleiden, rwenn in der Zwischenzeit viele sterben sollten. Bei feuchten! dWetter enthalten die Blätter weniger Nahrungsstoff und man dmuß diesen Ausfall durch eine größere Quantität ersetzen. Gleich- 2falls kann man dieselbe verringern, wenn das Wetter unge- swöhnlich trocken ist, weil sie in diesem Fall nahrhafter sind- 8Die Erfahrenheit des Seidcnbauers bekundet sich hauptsächlich daus einem richtigen Verhältniß des Seidengewichts zu den vec- ^ 8brauchten Maulbeerblättern, indem dieses beweist, daß er, dere» kGebalt als Nahrungsstoff richtig erkennend, das richtige Maß °desselben den Raupen gereicht. Gewiß würde es eine zwcckwi- 8drige Ockonomie sein, zu wenig Blätter zu geben; dieser Fall hkommt indessen seltener, als der entgegengesetzte vor, wo durch dUeberfüttern und Vergeuden der Nahrung, viele Uebel herbei-geführt werden. Die Raupen müssen in der Regel täglich viel 8Mahlzeiten erhalten, obwohl man ihnen auch als Ausnahme da- tzwischen Nahrung reicht, wenn ihr Appetit sich zur Gefräßigkell dsteigert. Ein großer ökonomischer Vortheil besieht darin, l>i< iBlätter für die jungen Raupen zu zerreißen oder zu zerschneiden, 8denn auf diese Weise können viele tausend Insekten an einel tBlätterquantität von wenigen Unzen Theil nehmen, ungerechnet ldaß diese frisch geschnittenen Stückchen den Kräften der ebe» ^ -ausgebrüteten Räupchen besser zusagen. Gäbe man diesen ganjl 'Blatter, so würden viel mehr erforderlich sein und sie würden v»l ^dem gänzlichen Verbrauch, welk, unbrauchbar und mithin verschwel!- §bet sein, denn die Raupen verlassen sogleich die ältern Blättel «und verzehren die frischen. Dieses Factum hat eine Vorrichtung ^veranlaßt, deren sich mehrere Seidenbauer bedienen; sie besteh §in mehreren mit Draht bezogenen Gestellen, die über einander ^gestellt werden. Man streut in das, über den Raupen befind- «liche, frische Blätter; diese schlüpfen alsobald durch den Drabt, u>N ,zu dem neuen Futter zu gelangen, worauf man die untere Scbich ^wegnehmen kann, um den Unralh wegzuschaffen, ohne dir Ka»- k