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Das Ganze der Seiden-Manufactur, nach ihrem Ursprunge, Fortschritten und jetzigen Standpunkte dargestellt : enthaltend gründliche Belehrungen über die Cultur, das Abhaspeln, Zwirnen und Weben der Seide, nebst Abbildungen und Beschreibung aller dazu erforderlichen Geräthschaften und Maschinen, insbesondere der Jacquard-Maschine und anderer mechanischen Webstühle
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I

Viertes Capitel.

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Diel unthätiger als zuvor aber wird sie noch, wenn man nunabermals die Temperatur sinken läßt.

Ist sie, in Folge dieser Ursache, eine Zeitlang in dem un-tätigen Zustande geblieben, so wirft sie ihre Raupengestalt ab,g»d geht in den Zustand der Chrysalis über, ohne die Kraft zubesitzen, deren sie bedarf, um ihre Hülle zu vollenden. Der^te Theil der »Abhandlungen der Gesellschaft zur Ermunterungber Künste u. s. w.« enthält einen Bericht über jenen Gegenstand,d>or'm der Verfasser desselben sagt: Er habe mit dem bestenErfolge im Sommer 1786 30,000 Seidenraupen bis zu ihrer^kommenen Größe aufgezogen, als im Monat Juli, in demMoment, wo sie sich einspinnen wollten, sich ein kalter Nord-ist erhob. In Folge desselben verpuppte sich ein großer Theilber Raupen, ohne auch nur den entferntesten Versuch, sich ein-spinnen, gemacht zu haben. Als man diese genau untersuchte,tnd sich die Materie in den Scidenbehältern so zähe und verdickt,sie Sehnen (Flechsen) vergleichbar war.

Dieses erweist, daß es der Raupe in jenem durch Kälte^wirkten Zustande unmöglich war, die seidenen Fäden herauszu-gehen, woraus sie den Cocon bildet. Tausende von Raupenberwandelten sich täglich auf diese nutzlose Art, bis man dieübrigen in ein künstlich erwärmtes Zimmer brachte, wo sie^gcnblicklich die, bei ihrer Verwandlung gewöhnliche Beschäfli-^ng begannen. Wenn die Seidenraupe sich einspinnt, ist es^ besten, wenn die Temperatur auf 70° Wärme erhalten,^ben so nöthig ist es aber auch, daß der Luft ein freier Durch-»Ug verstattet werde.

. Sehr allgemein war man sonst der Meinung, daß starkes Ge-Msch dk Seidenraupe beunruhige und bcnachtheilige, und daß sie" einem starken Schall, als vom Donner, oder von Feuergeweh«von den Zweigen falle. Die italienischen Bauern, die Seide'ehen, sind davon so überzeugt, daß sie, wenn die Raupen nach dem°»ner innehalten zu spinnen oder an den Zweigen hinauf zu klet-da?' ^ denselben für die alleinige Ursache des Fehlschlagensh ^en; auch suchen sie jeden Anlaß zu Geräusch von ihren Eta-lsements zu entfernen. Doch scheint diese Ansicht grundlos,N* sich durch mehrere, von verschiedenen Personen angestellte. ^rimente ergeben hat. Seidenraupen sind in dem Lärmen^ ver Städte gezogen worden, dem Geräusch der Musik großerbae^"^' dem Gebell der Hunde u. s. w. ausgesetzt, und nieetwas dergleichen eine nachkheilige Wirkung auf dieselben ge-