Buch 
Das Ganze der Seiden-Manufactur, nach ihrem Ursprunge, Fortschritten und jetzigen Standpunkte dargestellt : enthaltend gründliche Belehrungen über die Cultur, das Abhaspeln, Zwirnen und Weben der Seide, nebst Abbildungen und Beschreibung aller dazu erforderlichen Geräthschaften und Maschinen, insbesondere der Jacquard-Maschine und anderer mechanischen Webstühle
Seite
127
JPEG-Download
 

Fünftes Capitel»

127

> brauch metallener Leiter (Conductoren), deren Wirksamkeit er er,

! ?rvbt hat. Er brachte dünne eiserne Saiten mit den den Nau-

> prn zum Aufenthalt dienenden Brettern in Verbindung, und

> führte sie demnächst durch die Wand in eine Eisterne mit Was-i ^ frr, Alle Bretter waren einander gleich und deshalb keine zu-

> fähige Einflüsse denkbar, und er gewann die Ueberzeugung, daß

> Raupen auf den, mit jenen elektrischen Leitern versehenen

, Brettern — und dadurch geschützt — bei weitem gesunder

i ^nd thätiger waren, alö diejenigen, deren Bretter noch nicht

, damit versehen waren.

>

Fünftes Capitel.

k

i

>

!

>

l

t

I

l

I

!

k

>

l

l

r

<

Einsammeln und Sortiren der Cocons.

Methode des Einsammelns. — Sortiren. — Auswahl der Brüt. — Wieviel man dazu aussondert. — Methoden, um die Chrysalis zu todten.^ Durch die Strahlen der Sonne. — Durch Oefen. — Durch heißeDjmpfe. — Aufbewahrung der Cocons. — Absonderung der schadhaf-ten. — Gute Cocons. — Gespitzte Cocons. — 6<><ml»ii8. — U»pi-»n, (doppelte Cocons! — 8<»ls1I«n». — Durchlöcherte Cocons. —6l>c»inpttv8. — Calcinirte Cocons. — Deren relativer Werth. —-Verhältniß der reinen Seide im Cocon. — Verhältniß des Gewichtsder Eier zum Cocon der Maulbeerblätter. — Quantität der abgehas-pelten Seide eines Cocons. — Gewicht und Umfang. — Die erforder-lich- Arbeit. — Schluß.

Nach einer drei- bis viertägigen Arbeit haben die Seiden-^pen ihre Cocons beendigt, die 7 — 8 Tage später cingesam-tlt werden. Einige warten selbst nur Z — 4 Tage, um ihreeidericrnte zu halten. Gewöhnlich sängt man bei den untern./>hen der Gänge an. Man muß -bei diesem Geschäfte sichgewaltsam zu verfahren. Die Zweige müssen vorsichtigtwirrt und überhaupt zierlich gehandhabt werden. Es wird

k besten denen überlassen, deren Arbeit das Aussuchen derCocons ist. '

bell' stiren, indem sie einsammeln, die zur neuen Brüt""Mten Cocons, und legen die seinen, die doppelten und be-je^^en, oder die auf irgend eine Weise unvollkommenen,t * in besondere Körbe. Die feinen und radcllös gcform-Cocons werden wieder in Weiße und gelbe gesondert; zu denStern wird jede Nuance, vom dunkelsten Gelb bis zu dem lei-sitld" der Färbung gerechnet. Zuweilen, doch selten,

" Man auch Cocons von blaßgrüner Farbe. Die hellgelben