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Zweiter Theil.
spinnst dadurch beschädigt. Deßhalb würde man gewiß gern undallgemein Damps zu dieser Operation gebrauchen, wenn nur erstein passender Apparat dazu erfunden wäre. Wo man sich des-selben bis jetzt bedient, ist die 'Anwendung mühevoll, die Wirk- ,samkeit zu eng begrenzt, und der Erfolg ungewiß gewese»' ^Da.s Verfahren dabei war auf folgende Weise eingerichtet: ,
Man nimmt ein großes hölzernes Gefäß, worin man ?o- .chendes Wasser, zu 2 Fuß Hohe, gießt. Ueber das Gefäß legt ,man ein Flechtwerk von Weiden von gleicher Größe, und 1 Zoll .hoch über der Wasserfläche. Nun bedeckt man das Geflecht miteinem Tuch von so grobem, losem Gewebe, daß es den Dampf ^leicht durchdringcn läßt. Auf dieses Tuch legt man die Cocons, !und bedeckt sie, damit die Hitze nicht zu schnell verfliegt. Kühlt ^das Wasser sich ab, so daß kein Dampf hervordringt, so giebtman von neuem kochendes Wasser in das Gefäß und setzt die-ses zwei Stunden ununterbrochen fort, denn erst nach »leset jZeit darf man annehmen, daß die Puppen gelobtet si»d-Würde der Dampf auf zweckmäßigere Weise angewendet, s"würden wenige Minuten hinreichen. Wenn die Cocons vo»
dem dampfenden Gefäße abgenommen sind, so deckt man süsorgfältig zu, was auch bei den, in Oefen zubereiteten gesche-hen muß, und läßt sie sehr langsam abkühlen; dann breitetman sie an der Luft und Sonne aus, um sie von der eingcso-genen Feuchtigkeit zu befreien. *)
») Herr Baums fand, daß die gewöhnlich angewandte Methode, d!-Chrysaliden, vor dem Abhaspeln der Seide, zu todten, diese hart macbl-und dieses Geschäft sehr erschwere. Er schlug daher vor, sich alS Mittet"zur künstliche» Hitze, des Weingeists zu bedienen, der bei einem weit gerissigern Hitzegrade Dämpfe entwickelt als das Wasser. Nach dem Zeugs""dieses geschickten Chemikers, hat die durch dieses Mittel behandelteunendlich mehr Glanz, als gcbackene. Herrn Bau mü ' s angewandtes ""in den Annnle» llk! Oliimlo beschriebenes Verfahren bestand darin, die >cons in ein hölzernes Behältniß (Dose) zu legen, in einer Schicht von "Zoll Höhe. Auf jede solche, einen Quadralfuß haltende Fläche rechnete -H Nößel Weingeist, welches mit einer Gießkanne — um denselben gleich-mäßig zu vertheilen — über die Cocons gegossen wurde. Ueber diese,
Zoll hohe Lage, wurde nun eine zweite gemacht, die wieder mit Weinge"befeuchtet, und so fortgefahren wurde, bis die Büchse ganz angefülltNun wurde sie fest zugemacht, und blieb in diesem Zustande 24 Stunde"'Darauf wurde das Ganze schnell bis zu diesem Grade erhitzt, daß derW«""geist dampfte, die Cocons mit genügender Hitze durchdrang, und so das d ' ^den der Chrysaliden zerstörte. Nach diesem wurden die Cocons ausgebr"' itet, getrocknet, und waren dann zum Abhaspeln bereit. Baums "