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Das Ganze der Seiden-Manufactur, nach ihrem Ursprunge, Fortschritten und jetzigen Standpunkte dargestellt : enthaltend gründliche Belehrungen über die Cultur, das Abhaspeln, Zwirnen und Weben der Seide, nebst Abbildungen und Beschreibung aller dazu erforderlichen Geräthschaften und Maschinen, insbesondere der Jacquard-Maschine und anderer mechanischen Webstühle
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Fünftes Capitel.

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Es ist sehr empfehlenswerth, da, wo man die Zeit dazuhat, das Abwickeln der Seide, gleich nach der Zerstörung derPuppe vorzunehmen. In großen Etablissements ist dieses frei-lich, bei einem nur einigermaßen beträchtlichen Ertrage nicht! möglich, wohl aber mit einer kleinen Quantität, und man thut

- Wohl, die Cocons, welche die schwächsten zu sein scheinen, dazu

auszusuchen, da die andern, welche einen großem Theil Gummienthalten, die Hitze besser, ohne Schaden zu leiden, ertragen.Ist das Ertödtcn der Raupe vollendet, so legt man die Coconsauf Bretter, dreht sie beständig um und lockert sie auf, damitsie nicht mulstcig werden. Sollten einige Flecken oder Beschädi-gungen erhalten haben, so muß man diese von den andern son-dern, damit sie sich nicht durch Berührung den übrigen mitthei-len. Diese besonders muß man ungesäumt abwickeln, damit sienicht gänzlich verderben.

Man hat in großen Seiden-Etablissements zu Betreibungdes oben erwähnten Geschäfts, eigene Gebäude errichtet, die manEoconnivren nennt. Dieses sind Räume, in denen von obenbis unten Bretter in einer Entfernung von 2 — 3 Fuß Höheüber einander angebracht sind. Diese Borrichtung ist durch festeBedachung und Mauern, gegen das Eindringen von Rattenund Mäusen geschützt, die eine große Begierde nach der Chrysa-lis der Seidenraupe haben, die ein Leckerbissen für sie ist unddeßhalb sie gefährliche und verheerende Feinde der Coconniörensind. Um die Cocons noch mehr gegen dieselben zu schützen,bewickelt man den untern Theil des Gestells, auf dem die Bret-ter ruhen, mit einer stachlichten Substanz, an der sie sich ver-letzen.

Nachdem die zur Brüt bestimmten Cocons hinweggenommen,theilt man die übrigen in neun verschiedene Qualitäten.

1) Gute Cocons. Es sind die am vollkommensten^gebildeten und fleckenlosen; keineswegs die größten, aber diefestesten.

2) Zugespitzte Cocons. Diese laufen am Ende ine>Ue Spitze zu; sie liefern beim Abwickeln wenig Seide, reißenu der Spitze, wo der Faden schwach ist, und man kann sie

ierc ^ abwickeln, weil dieser an der spitzen Seite stets

der!?^/ daß die so behandelte Seide nicht allein weit glänzender sei. fön-te, sie auch. im Verhältniß zu im Ofen getrockneter, um ein Neun-' schwerer sei.