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Das Ganze der Seiden-Manufactur, nach ihrem Ursprunge, Fortschritten und jetzigen Standpunkte dargestellt : enthaltend gründliche Belehrungen über die Cultur, das Abhaspeln, Zwirnen und Weben der Seide, nebst Abbildungen und Beschreibung aller dazu erforderlichen Geräthschaften und Maschinen, insbesondere der Jacquard-Maschine und anderer mechanischen Webstühle
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Zweiter Thelt.

Z) (Ino«Ion«. Sind breiter alS die gewöhnlichen Co»cons, enthalten aber nickt mehr Seide; sie sind nur loser ge'spönnen. Man sondert sie von den übrigen, weil sie beim Ab'wickeln in kälteres Wasser getaucht werden müssen, damit s>^sich nicht verwirren und anhäkeln.

4) Vupioil8 (oder doppelte Cocons). Ihre Faden sindso durch einander laufend, daß sie im Abwickeln häufig reißen,und man sie oft gar nickt abwickeln kann. Sie stehen zu den >andern im Durchschnitt wie 1 zu 100 an Zahl.

5) Loukllous sind Cocons von so losem Gespinnst, daßsie ganz durchsichtig und gar nicht zum Abwickeln brauchbar ^sind.

6) Durchlöcherte Cocons. Ihr Name bezeichne!ihre Eigenschaft; sie haben ein Loch am Ende und können deß'halb nicht abgewickelt werden, weil der Faden an denselben zcl'rissen ist.

7) Gute Okoijuettes. Sind Cocons, in denen da"Insekt gestorben ist, bevor es sein Werk beendet hat; bei die'sen hängt die Raupe am Cocon fest, und raschelt deßhalb nicbdwenn man ihn schüttelt. Seine Seide ist so gut als die zuemgenannte, aber nicht so stark und glänzend, und da sie bell"Abwickeln oft reißt, so muß man sie allein wickeln.

8) Schlechte 0Iro<iuettv8. Sind beschädigte Cocov^entweder befleckt oder verdorben; sie liefern schmuzige, schlechtSeide von schwärzlicher Farbe.

9) Calci niete Cocons. In diesen werden die Na»'pen, nachdem sie ihre Zellen vollendet, von einer eigenthümlich^Krankheit befallen, die sie in einen der Versteinerung ah»^chen Zustand versetzt, zuweilen sie gänzlich in Pulver verwand^welches von weißer Farbe ist. Im ersten Falle nennt man ßeingemachte (confitürte) Cocons, wegen der Ähnlichkeit, die d!!vertrockneten Raupen mit einer bezuckerten Pflaume haben. ^Seide leidet dadurch durchaus nicht, ist gewöhnlich von vortttlllicher Qualität und oft ist deren Quantität großer, als die ^Cocons ganz gesunder Raupen. Man unterscheidet die calcin>len Cocons, an dem eigenthümlichen Rascheln der Raupeselben, wenn man sie schüttelt. In Piemont wird diese

so geschätzt, daß man sie um die Hälfte theurer bezahlt. ^sind nickt häufig, unter 1 Pfd. selten mehr als 25 Stück-

Die auf Bergen gezogenen Cocons hält man für b^'als die aus der Ebene; man findet unter ihnen mehr weiß"