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Das Ganze der Seiden-Manufactur, nach ihrem Ursprunge, Fortschritten und jetzigen Standpunkte dargestellt : enthaltend gründliche Belehrungen über die Cultur, das Abhaspeln, Zwirnen und Weben der Seide, nebst Abbildungen und Beschreibung aller dazu erforderlichen Geräthschaften und Maschinen, insbesondere der Jacquard-Maschine und anderer mechanischen Webstühle
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Zweiter Theil.

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sondert durch Drüsen die eigenthümliche Feuchtigkeit aus, wer- ;aus er gebildet ist und die in diesem Schalthiere, wie in der fSeidenraupe, in großer Menge vorhanden ist. >

Reaumur bemerkt, daß, obgleich das Gespinnst der ^Land- und Seelhiere, wenn es beendet, dasselbe ist, doch die ,Art, wie sie es verfertigen, sehr abweichend sei. Spinnen und ^Raupen u. dgl. bilden Faden von einer gewissen Länge, inder» ssie die Flüssigkeit, woraus das Gespinnst sich bereitet, durch feine ^Oeffnungen in das Spinnorgan bringen. Die Art, wie die Mu» gschel spinnt, ist davon ganz verschieden. Wenn die Art des Spin» snens bei den Ersteren der Maschine des Drahtspinnens gleicht, fso gleicht die der andern der Procedur des Schmelzens und der» dGießen der Metalle; der Canal, den die Muschel behufs ^des Spinnens besitzt, ist die Form, worin der Faden gegossen §wird und giebt ihm seine bestimmte Länge *). §

Reaumur verschaffte sich dadurch eine genaue Kenntniß, ' Ijwie die Muschel das Spinnen bewerkstelligt, daß er einige der» kselben unter seine ununterbrochene Aufsicht nahm. Er hielt «' ßnige von ihnen in seinem Zimmer, in einem Gefäß mit See» ljwasser gefangen, und nahm deutlich wahr, wie sie ihre Schalt j höffneten, den Fuß (Zunge) heraussteckten, mehrere Male zurück» j r,zogen und wieder ausstreckten, und hin und wieder bewegten!anscheinend, um eine Stelle zu suchen, die zur Befestigung des hFadens sich eignete. Nachdem diese Probe oftmals wiederholt i!war, bemerkte er, daß der Fuß der Muschel an dem erwähnte» dFleck einige Zeit haften blieb und sich darauf mit großer Sehnet» liligkeit zurückzog. Er bemerkte nun deutlich einen an der Stelle dbefestigten Faden. Diese Operation wiederholte sich so oft, bis „eine hinlängliche Anzahl Fäden vorhanden war, deren bei jeder kBewegung der Zunge, ein sehr feiner entstand. i

Die alten Fäden waren, wie Reaumur fand, von de» fneugesponnenen wesentlich verschieden; die letztem waren wei» cßer, glänzender und durchsichtiger als die erster». Er entdccktt ijnun aucl>, daß die Muschel nicht, wie er anfänglich geglaubt, zdurch die Zunge die alten Fäden bei einem Ortswechsel, eine" tnach dem andern an die neue Stelle transferire, sondern daß die salten Fäden, einmal von der Stelle getrennt, an der sie »r» ^ 4sprünqlich befestigt waren, nicht mehr benutzt wurden und jeder Ijfeine Faden, deren die Muschel so viele zu ihrer Befestigung ^

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