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Das Ganze der Seiden-Manufactur, nach ihrem Ursprunge, Fortschritten und jetzigen Standpunkte dargestellt : enthaltend gründliche Belehrungen über die Cultur, das Abhaspeln, Zwirnen und Weben der Seide, nebst Abbildungen und Beschreibung aller dazu erforderlichen Geräthschaften und Maschinen, insbesondere der Jacquard-Maschine und anderer mechanischen Webstühle
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Achtes Capitel.

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Dieses ist außerdem noch mit einem eigenthümlichen Organ ver-sehen, welches sehr schwer durch eine bestimmte Benennung zubezeichnen ist, weil es den Dienst verschiedener Glieder zugleichversieht, und sich durch dieses eigentlich nur allein das animali-sche Dasein und Leben des Thiers darthut. Dieses Organ istbald Zunge, bald Arm, bald Fuß. An Gestalt gleicht es amWehrsten einer Zunge und wird deßhalb darnach benannt. *)Wenn die Pinna ihre Stellung verändern will, so dientlenes Glied dazu, sich fortzubeweqen. Wenn sie so ihre Wan-derung mit ihrer schwerfälligen Schale beginnen will, klammertsie sich mit dem äußersten Ende desselben, — wo es denn Fußgenannt werden kann, — an irgend einen festen Körper an.Sie streckt zu dem Ende den Fuß so weit aus als möglich, wo*r denn die ganze Muschel an den Fleck nachzieht, wo er befe-stigt ist; und eine Wiederholung dieser Bewegung fördert dieMuschel an den Ort, wohin sie sich begeben will. Nur seltenwird das Organ zu diesem Behuf gebraucht, da die Pinnawenig Neigung zu Ortsveränderung hat. Einige Naturforscherbehaupten sogar, daß sie stets an derselben Stelle bleibe. Häu-siger wird jenes Organ zum Spinnen der Fäden gebraucht; esist ein glatter Körper, in Gestalt einer Zunge ähnlich, an derWurzel cplindcrförmig und am dünnsten. An diesem innern Endebefinden sich mehrere Bänder von muskulöser Beschaffenheit,welche es gegen die Mitte der Schale fest andrücken. Vierbiescr Bänder sind deutlich zu unterscheiden und dienen dazu,das Organ in der Richtung zu bewegen, wie das Bedürfnißdes Thieres es erfordert. In der Mitte hat es einen ziemlichtiefen Einschnitt, der es in zwei Hälften theilt. Dieser Spalt! dient zum Canal für die Flüssigkeit, woraus der Faden sich b!l-! det und giebt ihm auch seine Gestalt; er erscheint äußerlich8>e!ch einem schmalen Riß, da er von jeder Seite mit Fleisch-theilen umgeben ist und mit cirkelförmigen Fibern. Der aufdie beschriebene Weise gebildete Eanal läuft in geraden Linienvon der Wurzel bis zur Spitze der Zunge, wo er die Gestalt^selben annimmt, cylinderförmig wird und in eine enge^iöhre endigt. Die klebrige Substanz bildet sich in dieser RöhreiU einem Strick, an Gestalt, in größerem Maßstabe, den Fäden8leich, welche aus demselben hervorgehn. Es laufen von die-sem Strick alle die feinen, sich theilenden Fäden aus. Die in-^ fre Oberfläch e dieser Nähre, worin der dicke Strick sich bildet,'i Deutsche Naturforscher nennen es Fuß, V d. Ueb.