Erstes Capitel.
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sieht, daß die Fäden sich alle leicht lösen, giebt man dem Has-pel eine schnellere Bewegung; die mehrere oder mindere Verstär-kung derselben aber wird von dem Haspeler geleitet, wozu ihngewisse sichere Anzeichen bestimmen-
Schwimmen die Cocons auf dem Wasser, so muß die Be-wegung langsamer sein; erscheinen aber Knoten oder ballt sichdie Seide, so beweiset dieses, daß die Seide sich schneller von denCocons löst, als sie von dem Haspel aufgenommen wird, undes muß dessen Umlauf beschleunigt werden. Diese Anzeigen zubeobachten, liegt dem Haspeler ob und er muß darnach denWärmegrad des Wassers und die mehre oder mindere Schnel-iigkcit des Abwindens bestimmen.
Die langsame traversirende Bewegung des LegerS verhütet,daß die Fäden sich auf dem Haspel über einander legen,bevor sie sich in der Luft so oft umgedreht haben, als nöthigist, damit das Gummi hinlänglich trockne und die Fäden nichtzusammen kleben. Die Gestalt der Räder und die Zahl ihrer3ähne sind so eingerichtet, daß, nachdem der Haspel 3 Zoll breitdurch die wachsende Progression des Legers bedeckt ist, das ho-rizontale Kammrad einen halben Umlauf gemacht hat; der Le-ger kehrt dann um und leitet einen zweiten Lauf von Fädenüber die erste Lage und so fort, bis die ganze Länge, welcheder Seidenstrang haben soll, aufgewickelt ist.
Die Maschine windet zwei Stränge zugleich, die, wie «Sdie beschriebene Einrichtung zeigt, sich nicht berühren können.
Es wird zur Verfertigung guter Seide alS etwas Wesent-llches betrachtet, daß der Faden einen Theilseiner Hitze und^lebrigkcit verloren habe, ehe er den Flügel des Haspels be-rührt; deßhalb sind die piemontesischen Haspeler gesetzlich ver«pstichret, einen Zwischenraum von 38 französischen Zollen zwi-schen den Leitern « und dem Mittelpunkt des Haspels zu lassen.Die Bewegung des Legers ist gleichfalls fest bestimmt und muß,d°>e es hier gezeigt ist, durch ein Kammrad in jbewcgung ge-setzt werden, während es in andern italienischen Staaten ge-eäuchlich ist, dieses durch einen endlosen Riemen zu bewirken,wodurch dicke Flocken mit unterlaufen und der Leger steckt; mit-vw kann der Strang nicht abgesondert und regelmäßig liegen,
die Fäden kleben durck das Gummi zusammen; dahingegenrann die Regelmäßigkeit dcS Kammrades nicht unterbrochen wer-en. Sind die Stränge fertig, so nimmt man den Haspel vonmnem Gestelle und die Stränge, nachdem sie getrocknet, von