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Das Ganze der Seiden-Manufactur, nach ihrem Ursprunge, Fortschritten und jetzigen Standpunkte dargestellt : enthaltend gründliche Belehrungen über die Cultur, das Abhaspeln, Zwirnen und Weben der Seide, nebst Abbildungen und Beschreibung aller dazu erforderlichen Geräthschaften und Maschinen, insbesondere der Jacquard-Maschine und anderer mechanischen Webstühle
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Dritter Theil.

hält gewöhnlich einen großen Theil Erdsalz, es würde deßhalbdas Gummi nicht auflösen und der Faden beständig reißen.

Das Wasser wird durch das unter dem Sieder angezündeteKohlenfeuer fast bis zum Siedepunkt gebracht.

Ganz genau ist der Hitzegrad indessen nicht anzugeben, in-,dem die Wirkung dabei mir entscheidet, und der Haspeler kenntden richtigen Grad aus Erfahrung.

Wenn die Seide sich in Knoten, und nicht in glatt ge-dehnten Fäden ablöst, so ist das Wasser zu heiß; cS muß dannsofort abgekühlt und das Feuer verringert werden. Wenn aberdie Seide sich schwer vom Eocen ablöst, was man dadurch leichtgewahr wird, indem man sie oft aus dem Sieder hervorzieht,so ist das Wasser jedenfalls nicht heiß genug, um das Gummigenügend zu erweichen, und man muß dann das Feuer ver-stärken.

Man wirft 2—3 Hände voll Cocons in den Sieder,worin man sie einige Augenblicke untertaucht, um die klebendenBestandtheile zu erweichen; dann setzt sich der Haspeler zurSeite des Siedcrs und drückt die Cocons leise mit einem unge-fähr 6 Zoll langen Besen, der von den feinsten Spitzen oderZweigen des Heidekrauts gemacht und sehr egal abgeschnitten ist.Durch diese Operation hängen sich die losen Fäden der Coconsan den Besen an und werden dadurch aus einander gezogen,worauf der Haspeler sie losmacht und durch die Finger laufenläßt, um sie von etwa anhängender Wattseide zu säubern.

Diese Vorkehrung nennt man die Lattue. Die Endender auf diese Weise gesäuberten Fäden werden zu vier odermehr, — denn die Zahl richtet sich nach der Dicke der Seide,die man abwinden will — durch die Löcher in der eisernenBarre o gefädelt, dann werden zwei dieser zusammengesetztenvier- oder mehrfachen Faden zwanzig oder noch mehrere Mal urNeinander gewunden, damit sich das Gespinnst besser vereinigtund damit der Faden sich besser rundet, denn ohne dieses Umwiwden würde die Seide platt auf den Haspel kommen. Wenn nun dirSeide durch die eiserne Barre gefädelt und um einander gewunden ist-so legt sie sich durch die Drahtöhre des Legers, von wo sie bansnach dem Haspel läuft und an dessen Leisten sich befestigtNun wird ein Mädchen oder ein Knabe angestellt, der bestGriff des Haspels dreht, was so lange mit einer einförmig^'etwas langsamen Bewegung geschehen muß, bis man gewiß ist,daß alle Cocons den Faden willig loslassen. Sobald man «bet