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Das Ganze der Seiden-Manufactur, nach ihrem Ursprunge, Fortschritten und jetzigen Standpunkte dargestellt : enthaltend gründliche Belehrungen über die Cultur, das Abhaspeln, Zwirnen und Weben der Seide, nebst Abbildungen und Beschreibung aller dazu erforderlichen Geräthschaften und Maschinen, insbesondere der Jacquard-Maschine und anderer mechanischen Webstühle
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Zweites Capitel.

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Fäven genau nach ihrer Qualität zu sortiren, weil ihre Gleich-artigkeit ein nothwendiges Erforderniß ist. Man bedient sichdazu. einer Maschine, die der so eben beschriebenen sehr ähnlichist. Anstatt die Seide, wie bei dem frühern Verfahren, vonden Bobinen auf den Haspel zu bringen, bringt man sie ge-wöhnlich gleich auf andere Bobinen. Beim Doubliren werdendiese Bobinen der Windemaschine gegenüber gestellt, wo sie dieStelle des Geschwindrades einnehmen, und nach der Zahl dereinzelnen Strähne, woraus die Organsin bestehen soll, zu zwei,drei, oder mehr in einer Reihe stehen, (s. Fig. 10.)

Die Fäden der Bobinen werden über eine, und zwischenzwei Leisten, rn und er geführt, welche sich nahe berühren; siesind mit Tuch belegt und dienen dazu, die Seide bei ihremDurchgänge zu säubern, was dadurch eben so gut, als auf diesonst gebräuchliche, kunstlose Weise, sie durch die Finger lausenzu lassen, erreicht wird, und wozu sonst besondere Leute an-gestellt werden müßten.

Auf seinem Wege, oder bei seinem Uebergange von einerReihe Bobinen zur andern, geht der Faden durch ein kleinesStück Holz s, welches in einem Loche des befestigten Bretts/sich auf und nieder bewegt. Den Nutzen dieser mit der Zahlder zusammenlaufenden Fäden correspondirenden Reihen wird sichbald anschaulich machen. Alle Fäden werden nun durch dasDrahtauge und an den Leger gebracht, den man am zweck-mäßigsten hinter den Bobinen anbringt, indem man den Drahtüber dieselben biegt, wie die Figur es andeutet. Die Bo-binen bleiben in dieser Stellung, um sich voll zu wickeln, undErhalten ihre umschwingende Bewegung von den RädernA>nz wie in der Windemaschine. Die größere Dicke, welche derÜaden nun erhalten hat, bewirkt, daß er den Gleiter s auf-bebt. Sollten Fäden reißen, so schlägt dieser, nicht mehr durchsie gehalten, auf den gebogenen Hebebaum it u, welcher ru instillen, Mittelpunkt bewegend, bewirkt, daß der Haken u in die"irischnitte eingreift, die dazu in der Scheibe der Bobine S an-bracht sind und wodurch augenblicklich die Bewegung gehemmt^>rd. Auf diese Weise geschieht das Winden der erforderlichenAnzahl Fäden eben so geordnet, als das eines einzelnen gesche-hen würde. DaS Geschäft des Maschinenarbciters erfordert^ln sogleich, die gerissenen Fäden wieder anzulegen, wenn der' weiter, e wieder erhoben ist. Das Gewicht.r, welche« an demSebogenen Hebclbaum k v befestigt ist, hebt das Ende t, be.