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Das Ganze der Seiden-Manufactur, nach ihrem Ursprunge, Fortschritten und jetzigen Standpunkte dargestellt : enthaltend gründliche Belehrungen über die Cultur, das Abhaspeln, Zwirnen und Weben der Seide, nebst Abbildungen und Beschreibung aller dazu erforderlichen Geräthschaften und Maschinen, insbesondere der Jacquard-Maschine und anderer mechanischen Webstühle
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Zweites Capitel.

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wen, auf den sorgfältigern Bau der schon vorhandenen Ma-schinen. Die groben hölzernen Räder und Schlägel, deren mansich sonst bediente, haben jetzt einem schön geformten, gegosseneneisernen Mechanismus Platz gemacht; an die Stelle roh ge-arbeiteter eiserner Spindeln sind feine stählerne getreten und den,einem barbarischen Zeitalter angehörenden hölzernen Hebeln, wo-mit sich die Zwirner früher begnügten, sind metallene Trägergefolgt, woran das glückliche Resultat eine drei- selbst vierfachschnellere Bewegung, bei geringerem Kraftauswande ist und eineErsparniß an Mühe, Arbeit und Maschinen zugleich. DieseVerbesserungen haben, wie es scheint, noch nicht den Weg überden Kanal gefunden. Die französischen und italienischen Zwir-Ner sind ganz zufrieden, wenn ihre Spindeln in einer Minutesich 300 bis 400 Mal umdrehen, während die englischen, die-ses in gleicher Zeit 1800 bis 3000 Mal thun. Es ist denfranzösischen Manufacturisten diese Überlegenheit unserer Ma-schinen und der daraus sich ergebende Vortheil nicht unbekannt.Doch ist bei ihnen die Anregung zur Einrichtung verbessertenMaschinenwesens minder groß als bei uns, da auf der einenSeite eine große Ausgabe damit verbunden ist, und auf derandern, ein verhältnißmäßig geringerer Gewinn daraus resulti-ren würde, weil der Arbeitslohn in Frankreich bei weitem niedri-6er als in England ist. Hierin ist hauptsächlich unser Vortheilbedingt, und es liegt darin eine Aufforderung für den Scharf-sinn, durch Verbesserung den Nachtheil des hohen Arbeitsloh-ns auszugleichen. Der Lohn eines in den Seidenmühlcn an-gestellten, männlichen Arbeiters beträgt in Lyon wöchentlich nur^ Schilling 6 Pence, der der weiblichen, die der arbeitendenHände ausmachen, kaum 3, wofür sie täglich 14 Stunden ar-beiten müssen.

Dem französischen Zwirner steht noch ein anderer Nach-teil entgegen. Er ist sowohl dieses, als auch Verkäufer, dennee kauft die rohe Seide und verkauft sie als Organsin wiederUrch Makler den Seidcnhändlern. Da die Scidcnmühlen m!t-in den Seide producircnden Distrikten liegen, so muß derZwirner, der seine Einkäufe mehrenlhcils von den Landleutenn! binnen Quantitäten — gewöhnlich von 10, selten über 50^sund im Betrage — erhält, auf diese kleinen Quantitätennnahe die gleiche Mühe und Arbeit beim Kochen und Anferti-gn der Stränge verwenden, wie bei einer größeren, und diesertachthcil wird nur sehr unvollkommen durch die 2 bis 3 pr.Eent.