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Das Ganze der Seiden-Manufactur, nach ihrem Ursprunge, Fortschritten und jetzigen Standpunkte dargestellt : enthaltend gründliche Belehrungen über die Cultur, das Abhaspeln, Zwirnen und Weben der Seide, nebst Abbildungen und Beschreibung aller dazu erforderlichen Geräthschaften und Maschinen, insbesondere der Jacquard-Maschine und anderer mechanischen Webstühle
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Drittes Capitel.

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»ließt, einzig auf der Gewohnheit beruhe; denn es unterliegt kei-nem Zweifel, daß eine Operation, die mit einer, statt mit zweiHänden, beschafft wird, dem Weber mehr freie ÄPrksamkcil fürandre Theile seiner Arbeit gestattet.

Wenn feine Zeuge gewebt werden, so würden die Schnüredes Geschirrs auf eine zweckwidrige Weise zusammengedrängtwerden, wenn man nur zweier Schafte sich bediente. Manwendet daßhalb in diesem Falle 4 — 6, ja noch mehre an;doch verursacht dieses in der Action des Webstuhls keine Verän-derung, da die Schäfte so geordnet sind, daß sie paarweise oderin Reihen agiren. Man nennt sie Fiügelschäfts, und alle, diein demselben Flügel gehören, werden auch durch denselben Tret-schängel niedergedrückt.

Die Webstühle müssen in ganz lothrechter Richtung aufge.stellt werden, weil sonst das Gewebe schief und unansehnlich! Wird. Gleichfalls muß der Webstuhl fest und dauerhaft gear-beitet unh fest gestellt sein; es würde sonst sich derselbe Uebel-stand daraus ergeben, weil die wackelnde Bewegung den Auf-jUgsfäden eine Ungleichheit der Anspannung mittheilen würde.

Das Weben glatter Bänder geschieht gewöhnlich auf Web-stühlen, welche es dem Weber möglich machen, an verschiedenenEinschlägen zugleich zu arbeiten. Die Zahl der auf diese Weisegewebten Bänder ist selten unter 8 und über 28. Die Ma-nier, wie diese Art zu weben geschieht, und wovon eine Zeich-nung gegeben worden, heißt der holländische Maschinen-Wedstuhlund beweist diese Benennung hinlänglich seinen Ursprung. Erwird, wie der gewöhnliche Webstuhl, mit den Händen, unddurch die Tretschämel mit den Füßen, in Bewegung gesetzt.3»dcr Aufzug fordert sein besonderes Webschiff, daS, da derststeber nicht mit so vielen Armen als Briareus versehen ist,uicht von einer Hand zur andern gehen kann. Es existirt bew-ach zu der Bewegung der verschiedenen Webschiffe ein Apparat,der, nach der Ähnlichkeit, die er mit einer Leiter hat, so ge-Uannt ist. Die Leiter gleitet horizontal in einer Rinne, die sichu der Lade befindet, und das Ganze wird durch eine abwech-selnde Bewegung des Handgriffs in Bewegung gesetzt, der sichsäst in der Mitte der Lagerdccke befindet. Jede gekreuzte Sprosseer Leiter schlägt, in der Art eines Schlägels, abwechselnd rechtss!!? auf eines der beiden Webschiffe, zwischen welchen erNch befindet. Dieser Webstuhl erfordert keinen Aettbaum, weiler Aufzug in Schlingen über eine Rolle läuft. Die Schlingen