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Dritter Theil.
einem gepeilten Rande. Dieser wird dadurch hervorgebracht,daß man den Faden des Einschlags über mehre AufzugSfädenüberschießen läßt, und dieses in der fortschreitenden Ausdehnunggeschieht, daß dadurch die beabsichtigte Form herbeigeführt wirdund die Perlen symmetrisch gebildet werden. Man nennt dieseBerzierungen Vsnü^Iit-s oder Kammmuschel- (schlangenförmige)Ausschnitte, auch giebt es noch andere Figuren. Diese durch dieFadenfügung hervorgebrachte gefällige Wirkung wird durch eine ge-wisse Anzahl von Pferdehaaren, die man den AufzugSfäden zu-gesellt und die man an jeder Seile der Egge durch die Ringedes Geschirrs, in der Art wie die AufzugSfäden, gehen läßt,hervorgebrachte Diese Haare werden, beim Aufwinden deSBandes auf die Rolle, wieder ausgezogen. Die erwähntenPferdehaare sind auf die Weise mit der Maschinerie des Web-stuhls verbunden, daß sie sich in der Weise heben, wie es dasMuster erfordert.
Die Figur 17. zeigt, wie die einfachste Art von Perl-band gewebt wird. Die Linien «a stellen die Ränder deSBandes dar. üö den Einschlag, und die Ziffern 2. 4. 6. 8.bedeuten die Zahl der Haare, welche in den Einschlag Angescho-ben sind, an dem die Zahlen sich befinden und die das Perl-band bilden. Man sieht daran, daß die Veränderung in demHeben der Pferdehaare und wie man es nach dem beabsichtetenMuster einrichtet, hervorbringt und den erwähnten Rand bil-det. Die gewöhnlichen Bänder werden, sowohl Einschlag alsAufzug, von bengalischer Seide gemacht; bei der besseren Sortewird diese und italienische Seide zusammen angewandt, und diebeste Art wird ganz von der letztem gemacht. Die Länge dergewebten Bänder ist 36 Uard das Stück.
Viertes Capitel.
Faxonnirtes- oder Figurenweben.
LuxuSgesetze. — Alterthum des Webens mit Zierrathan, — mit Streift"'
— gewürfelt. — Verschiedene Farben. — Köper. — Ziehwebstuhl.Aiehjunge. — Jaquard-Maschine. — Princip und Modus ihrer Action.
— Kartenstreifcn. — Vortheile der Maschine. — Jenning's Verbes-serungen. — Hindernisse bei deren Einführung in Lyon. — Vorzugder französischen Muster. —
Das bis jetzt beschriebene Verfahren ist nur zur Verarbei-tung glatter Seidenzeuge anwendbar; und obgleich, genau ge*