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Dritter Theil.
ES würde ein für die Forschung interessanter Gegenstandsein, die Wirkungen, welche aus der Einführung eines Luxusar-tikels entstehen, bis zu ihren endlichen Folgen und in allen ih-ren Verzweigungen zu verfolgen. Man würde dann sehen, wieund in welchem Grade die Bedürfnisse der Reichen, ihr Drang,diese zu vermehren, durch die dazu erforderlichen Mittel — diezum Theil dadurch ins Dasein gerufen werden — dem arbei-tenden größern Theile der Bevölkerung wieder Genüsse ver-schafft, die mittelbar ihm aus einem neuen Industriezweige er-wachsen. Ferner würde man sehen, welch' eine große Volksklassedurch den Wetteifer getrieben, sich bemüht, sich mit denen, diefrüher sich in gleichem Verhältniß mit ihnen befanden, auf diegleiche Stufe des Wohlstandes zu stellen und welcher mächtigeHebel dieses für die Industrie und den Scharfsinn ist. Durchlange Gewöhnung werden Luxusartikel gewissermaßen zu unsersGlücke nothwendig. Sie zu entbehren, während Andere sie ge-nießen, scheint uns eine Erniedrigung und ein HerabsinkeNin der Gesellschaft zu sein, wozu gewiß nur Wenige sich frei-willig verstehen würden, so lange die Mittel, es zu vermei-den, ihnen erreichbar sind. Anzunehmen, daß nach der ein-mal stattgehabten Bekanntschaft mit den Bedürfnissen des Luxusdie menschliche Gesellschaft zu dem Zustande ihrer primitivesEinfachheit jemals zurückkehren werde, hieße etwas erwarten,das sich nie und nirgends begeben hat, noch begeben wird, stlange der Mensch das bleibt, was er ist und seiner Natur nachimmer war. Der Wunsch, mehr und Besseres zu erreichen»als er bis dahin gehabt, ist jedem Menschen eigen, und dasStreben darnach ist es, welches in jedem Individuum wirksaw— die Menschheit im Allgemeinen rastlos und dauernd vor-wärts treibt. Imperative Legislativ» und Einmischung möge»den Lauf der Vervollkommnung aufhalten; denselben aber, wenner einmal begonnen, zu hemmen, würde ein eben so vergeblichesStreben sein, als den Lauf der Planeten in ihrer Bahn ver-ändern zu wollen.
Figurcnweben ist die Kunst, verschiedene Muster in denZeugen hervorzubringen, entweder durch Faden von verschiedenenFarben, oder durch verschiedenartige Anordnung und Lage deFäden, endlich auch durch die Anwendung von Fäden verschied^ner Substanz. Diese wahrhaft interessante Kunst ist 1")alten Ursprungs und scheint schon sehr frühzeitig von den Atgpp'