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Das Ganze der Seiden-Manufactur, nach ihrem Ursprunge, Fortschritten und jetzigen Standpunkte dargestellt : enthaltend gründliche Belehrungen über die Cultur, das Abhaspeln, Zwirnen und Weben der Seide, nebst Abbildungen und Beschreibung aller dazu erforderlichen Geräthschaften und Maschinen, insbesondere der Jacquard-Maschine und anderer mechanischen Webstühle
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Viertes Capitel.

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lern gekannt gewesen zu sein. He rodet spricht *) von einemsehr merkwürdigen Brustharnisch oder Euiraß, den der KönigAmasis den Lacedämoniern sandte, der mit Leinen überzogenund mit zahlreichen Figuren von Thieren verziert war, diein die Leinwand gewebt waren. Der Geschichtschreiber fügthinzu, daß jeder der anscheinend dünnen Fäden dennoch aus 300derselben bestanden habe, die bei genauer Untersuchung deutlichzu unterscheiden waren.

Die Verbesserungen, welche neuerlich in diesem Zweige derzierenden Kunst gemacht worden, sind sehr mannichfaltig undwichtig. Bevor wir aber zur Beschreibung dieser Verbesserun-gen übergehn, wird es angemessen sein, im Allgemeinen die ein-fachern, obgleich mühevolleren und unvvllkommncrn Mittel dar-zustellen, mit denen früher der Weber genöthigt war, die ver-langte Verschiedenheit, in Form und Farbe des Gewebes, zuliefern.

Streifen, die der Lange nach durch das Zeug laufen, sinddie Wirkung von der Anwendung verschiedenfarbiger Faden,oder von verschiedenen Substanzen des Aufzugs, und sie verur-sachen dem Weber weiter keine Arbeit. Streifen, welche in derBreite durch den Stoss laufen und parallel mit dem Einschlage,werden durch den Gebrauch verschiedener Webschiffe hervorge-bracht, die mit den Faden von der erforderlichen Substanz oderFarbe zur Bildung des Einschlags, versehen sind. Die einzigedaraus für den Weber resultirende Arbeit ist die abwechselndeAnwendung der verschiedenen Webschiffe. Die vereinte Anwen-dung dieser beiden Methoden crgiebt ein gewürfeltes Fabrikat,Und es laßt sich dadurch eine große Verschiedenheit der Musterhervorbringen.

Um Figuren, Blumen, oder jede andere Art von Muster zuliefern, bedarf man verschiedener Mittel. Dadurch, daß manden Aufzug auf verschiedene Schäfte vertheilt, welche willkür-lich durch verschiedene Tretschämel niedergedrückt werden können,kann der Weber, nach seiner Absicht, Fäden von verschiedenerFarbe über und unter den Stoff bringen; diese Fäden könnenso mit einander abwechseln, daß sie, auf die Weise wie es dasMuster erfordert, hervorgehoben und verdeckt werden können.Wo Fäden verschiedener Substanz und Farbe zum Einschlag ge-braucht werden, müssen die Webschiffe, welche diese verschiedenen

') Uil>. IH. c. 47.