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Das Ganze der Seiden-Manufactur, nach ihrem Ursprunge, Fortschritten und jetzigen Standpunkte dargestellt : enthaltend gründliche Belehrungen über die Cultur, das Abhaspeln, Zwirnen und Weben der Seide, nebst Abbildungen und Beschreibung aller dazu erforderlichen Geräthschaften und Maschinen, insbesondere der Jacquard-Maschine und anderer mechanischen Webstühle
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Viertes Capitel.

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Achse, befestigt werden kann. Wenn sich die Rolle » in derStellung befindet, daß der Klepper nieder ist, wahrend / sichaufgehoben befindet, so ist die Action des Mechanismus folgende:

-— Der Halbzirkel neigt sich zuerst nach der Fig. 21. gezeigtenRichtung und sein Haken zieht eine Schnur nieder; währenddieser Bewegung kommt das Ende des Werkstücks r zu dem ge-senkten Theile der Flache nr und wird durch seine Springfederum einen Zacken weiter nach hinbewegt. Dieses Vorrückenwird durch den Klöppcr, welcher in die Zacke eingreift, erhal-len. Bei ihrer rückgängigen Bewegung wirft die Achse dasWerkstück r, sammt dem gleitenden Kästchen und dem Halbzir-kel, zurück gegen ^ und bewirkt, daß der Haken die nächstfol-gende Schnur erfaßt; in dieser Art fährt der Halbzirkel fort,indem er bei jeder Vibration um eine Schnur fortrückt, bis erdas Ende seines Laufs vollendet hat. Der Hintere Theil derRolle schlägt dann gegen den Zapfen die Rolle dreht sich,der Klöpper »r erhebt sich und der andere Klöpper / wird aufdem Werkstück ^ in Bewegung gebracht. Hierdurch wird derHalbzirkel bei jeder Vibration um einen Zahn oder eine Zacke weitergegen m gebracht, bis der von der Rolle ausgehende Draht sichMit dem Drahte v begegnet. Der Klöpper rn kommt wiederM Gang und der Halbzirkel geht, so vor- und rückwirkend, mitder größten Regelmäßigkeit in seiner Wirksamkeit fort.

Die so eben beschriebene Maschine war nicht immer wie sieletzt ist, als der erste mechanische Ziehjunge angewandt wurde.^ war eine große Verbesserung, als der Weber nicht mehr ge-nöthigt war, aufzustehn und seine Arbeit zu verlassen, um jenenApparat wieder aufzuziehn, was eben so oft geschehen mußte,a'-s der Halbzirkel sein Fortschreiten von einem Ende des Ge-bells zum andern vollendet hatte.

Diese Erfindung und wesentliche Verbesserung verdankt dieWebkunst einem Herrn Duff. Sie bewies vielen Scharfsinn;doch blieb die unbestreitbare Nützlichkeit des Apparats noch einemernstlichen Einwürfe unterworfen. Da das Gewicht der Geschirre undder Bewegung derMaschine sehr beträchtlich war, so mußte darnachw Anordnung der zu bewegenden Reihe von Tretschämeln ge-stellt werden, und der Weber mußte, um nicht selbst gedrücktiu werden, jeden Tretschämel um 10 Zoll niederdrücken. DieAnstrengung, seine Füße so hoch und in so schneller Folge, als"forderlich war zu erheben, war nicht allein außerordentlich er-müdend, sondern selbst der Gesundheit des Webers nachtheilig.

(Dcidenmanufactur.)