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Dritter Theil.
Um diesem Uebelstande abzuhelfen, befestigte ein Mechaniker,Namens Jenes, an der Achse des Triebrades, oder der Rolle/) zwei Kurbeln, deren jede über zwei Drikthcile vom Radius desRades lang war; allein es ergab sich, was vorauszusehen war,daß diese Einrichtung die Schwere und Frictivn so sehr ver-mehrte, daß der Vortheil, welcher durch die Verkürzung dcS Fa-dens gewonnen wurde, in so ungünstigem Verhältniß sich dar-stellte, daß von dieser Einrichtung wohl niemals eigentliche An-wendung gemacht worden ist. Es war vielleicht eher als eineVerbesserung anzusehen, daß ein Weber, Namens Hughes, dievorhin erwähnte Kurbel durch ein mit einer kleinen Fuge verse-henes Rad ersetzte; er befestigte dasselbe an der Achse des Trieb-rades, indem er es vermittelst Schnüre in Verbindung damitbrachte; jedoch war das Uebel dadurch nur verringert, nicht be-seitigt. In den Jahren 1820 und 1821 machte ein scharfsin-niger Seidenweber, Namens Richards, eine neue und wirksam«Verbesserung, indem er an die verlängerte Achse der Maschineeinen Arm befestigte, welcher ein Gewickt von solcher Schweretrug, daß es dem Gewicht des Geschirres daS Gegengewichthielt.
Der also verbesserte Apparat erwies sich lange Zeit zui>Weben mit Figuren nützlich, und es verkleinert keincsweges da<Verdienst des Erfinders und Verbesserers der Maschine, wodurchso viele Schwierigkeiten der erwähnten Weberei beseitigt wurden,daß später aus einem benachbarten Lande ein anderes und bes-seres System eingeführt ist, wodurch bewirkt worden, daß derZiehwebstuhl und der zu demselben gehörige Ziehjunge auß"Gebrauch gesetzt worden.
Die Erfindung dieses neuen Systems rührt vom He""Jacquard her, einem praktischen Weber Lyons, nach welche«"sie auch genannt worden ist. Sie ist dadurch ein Denkste'"seines mechanischen Talentes geworden, und wird seinem Anden-ken den verdienten Ruhm sichern, den er leider nicht erlebte,denn er wurde das Op er der Anspannung seiner geistigen 8"'higkeiten.
Im Laufe weniger Jahre, die seit der ersten Einführungdes Jacquard scheu WebstuhlS in England verflossen sind, b"derselbe durchaus die Stelle jeder andern Methode des Webenmit Figuren eingenommen, was nicht wenig dazu beigetragenhat, diese merkwürdige und schöne Kunst zu dem Grade d«Vollkommenheit zu fördern, wo sie sich gegenwärtig befinde-