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Das Ganze der Seiden-Manufactur, nach ihrem Ursprunge, Fortschritten und jetzigen Standpunkte dargestellt : enthaltend gründliche Belehrungen über die Cultur, das Abhaspeln, Zwirnen und Weben der Seide, nebst Abbildungen und Beschreibung aller dazu erforderlichen Geräthschaften und Maschinen, insbesondere der Jacquard-Maschine und anderer mechanischen Webstühle
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Viertes Capitel.

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Die complicirtcn Arten des Brocats, deren Anfertigung früherdie äußerste Geschicklichkeit der Weber von Spitalsields erforderte,verstanden nur Wenige aus der Zunft zu machen, und mußtenauch diese viele Mühe darauf verwenden. Jetzt werden dieschönsten Erzeugnisse des WebstuhlS durch Menschen von ganzgewöhnlicher Geschicklichkeit gefertigt, weil die Schwierigkeit da-bei nicht viel größer ist, als zur Anfertigung glatter Stoffe.Die Sorgsamkeit und Gcschicklickikeit, deren eS bedarf, um dieverschiedenen Anordnungen der Geschirre in den Webstühlen zuWachen, oder, um einen technischen Ausdruck zu gebrauchen —das Aufstellen zu bauen, sind gar nickt mit der zu vergleichen,welche vor der Einführung von Herrn Jacquard's Erfindung"forderlich war, deren Principien und Operationen die folgendeZeichnung und deren Erklärung zeigen werden *).

Der Apparat ist an dem Webstuhl befestigt, und zwar inVerpendiculairer Linie mit dessen Geschirren, welche an den Hebeha-ken «a befestigt sind. Diese Hake» laufen perpenditulair durchdie Augen einer gleichen Anzahl Nadeln ä«, welche reihenweiseW dem Gestelle c^Ä liegen. Won diesen Hebehaken und Nadelnieigc die Zeichnung nur acht, um die Beschreibung zu vereinfa-chen, wahrend sich in der wirklichen Maschine 400 befinden, 50w jeder der acht Reihen, die eben so viele Schlingen in demAufzuge hervorbringt. Die horizontalen Nadeln öc dringendurch das Gestell cfc/ zu e hindurch, und werden in dieser Lagedurch die Spiral-Feder es erhalten, welche sich in Verticfun-8w (s. Fjg. 25.) in dem Gestell ck befinden und darin durchdmicale Drahte / festgehalten werden, wodurch jeder Grad vonDruck, welcher gegen die Spitzen der Nadeln bei o geschieht,veranlaßt, daß sie sich in das Gestell eün! zurückziehen; und beider durch den Druck veranlaßten Bewegung treibt die Elastici-wt der Springfeder die Nadeln wieder vorwärts. Die Reihe,Welche der horizontalen Bewegung der Nadeln angewiesen ist,w durch vertikale Pflöcke § begrenzt, welche durch Ringe lau-k", die in den Nadeln angebracht sind und sie theilwcise ver-uvpfen. Dicht bei diesen vertikalen Pflöcken befinden sich an-"e horizontale, an denen die Ringe der Nadeln gleiten und

^ '1 Die zur Erläuterung der Jacquard-Maschine beigefügten Ieich-

/">gen Md nur Außenlinien, eine Art von Abriß, welcher nothwendig ist,iq .K"n innern Bau und ihre Action anschaulich zu machen, weil diesedkir * eigentlichen Mascküne durch deren Gestell verdeckt find, innerhalbN'" sich der Apparat befindet.