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Das Ganze der Seiden-Manufactur, nach ihrem Ursprunge, Fortschritten und jetzigen Standpunkte dargestellt : enthaltend gründliche Belehrungen über die Cultur, das Abhaspeln, Zwirnen und Weben der Seide, nebst Abbildungen und Beschreibung aller dazu erforderlichen Geräthschaften und Maschinen, insbesondere der Jacquard-Maschine und anderer mechanischen Webstühle
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Dritter Theil.

ßeren Löcher, in Uebereinstimmung. Die Composition der Mu- !ster, vermittelst des Durchlöcherns der Karkenstreifen, ist ein vondem Weben getrenntes, ganz abgesondertes Geschäft. Der Mei-ster der Manufactur behändigt dem Weber die Karten, nebstder zum Stoff bestimmten Seide. Dem Meister bleibt daherdaS Muster als Eigenthum, was von bedeutendem Nutzen fürihn ist, wenn dasselbe im Publikum Beifall findet. *)

Die regelmäßig auf einander folgenden Umdrehungen derviereckten Barre ^ werden auf folgende Weise bewirkt. DieBarre L muß mit dem, an ihrem Ende befindlichen Zapfen ^in das Gestell »r eingefügt werden, welches so auf denselbenschließt, daß sie sich von und nach der Seite des Gestells ef, instets gleichmäßiger Bewegung, umschwingt. Jene Barre, diebesonders dargestellt ist, hat, wie ersichtlich, am einen Ende 4Pfeiler n, worin die Haken r° nach einander so eingrei-

fen, daß jeder ein Vierlheil der Umdrehung der Barre bewirkt.Die Genauigkeit dieser Bewegung (f. Fig. 29.) wird noch durcheine Barre gesichert, die wie ein verkehrtes aussieht,und die, vermittelst einer Springfeder, gegen die zwei oberstenPfeiler der sich umdrehenden Barre drücken. Das Gestell

") Zuweilen werben die verschiedenen Zweige der Scidcnfabrikatio»unter dem nämlichen Dache, von den verschiedenen Gliedern derselben Fa-milie betrieben. Als der Verfasser Spitalsields besuchte, sah er eine Fa-milie, die aus Bater, Mutter und lo Kindern bestand, von welchen alle,mit Ausnahme der beiden jüngsten Mädchen, sich mit der, so nützliche»Seidenfabrikation beschäftigten.

Der Vater mit dem ältesten Sohne punctirte, wie es früher be-schrieben ist, Kartenstreifen, die der zweite Sohn, ein anstelliger Knabevon 13 Jahren, ablas. Zwei andere Knaben waren in einem abgesonder-ten Zimmer mit Formen, Zuziehen, Bohren und Befestigung der bleierne»Gewichte an die Schnüre beschäftigt, die einen Theil des Jacquard sche"Webstuhls ausmachen. Die Mutter spannte (wie oben beschrieben! ver-mittelst einer Maschine, die Kettenfäden auf. Eine der Tochter trieb diegleiche Beschäftigung an einer andern Maschine, und drei andere Mädchs"webten, an verschiedenen Webstählen, Seidenzeugs mit Figuren; zwei rn>-Jacqardschen Webstühlen, eine mit dem, ebenfalls bereits beschriebene»Ziehjungen.

Es war über dieses ganze kleine Etablissement ein Geist der Ordnungund des Frohsinns verbreitet. Alle waren, mit Ausnahme derer, die t>a°Gewichtformen versahen, reinlich und nett gekleidet. Jedes der Familie»"glieder erklärte verständlich und mit freundlicher Höflichkeit seine besonder-Beschäftigung, so daß deutlich wahrzunehmen war, daß die Aeltern, unteder Anstrengung einer täglichen, ermüdenden Arbeit, die Pflicht nicht ver- Inachlässig! hatte», das Herz und Gemüth ihrer Kinder zu bilden. ^