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Das Ganze der Seiden-Manufactur, nach ihrem Ursprunge, Fortschritten und jetzigen Standpunkte dargestellt : enthaltend gründliche Belehrungen über die Cultur, das Abhaspeln, Zwirnen und Weben der Seide, nebst Abbildungen und Beschreibung aller dazu erforderlichen Geräthschaften und Maschinen, insbesondere der Jacquard-Maschine und anderer mechanischen Webstühle
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Dritter Theil.

sindung, welche sein «Scharfsinn seinen Landsleuten geschenkt, als g

Lohn die bittersten Quälereien von denselben zu ertragen halte. ^Es verstrichen mehre Jahre, ehe seine Maschine allgemein ein- ^

geführt ward, und es stellten in dieser Zeit sich ihrer Annahme ^

taufende von Hindernissen entgegen, was Diejenigen gern glau-den werden, die jemals Gelegenheit halten, zu beobachten, wie ^

bestehende Gebräuche und Formen von der Volksklasse jedes r

Landes vertheidigt werden, und wie schwer es ist, die Abneigung ,

des Arbeiters zur Annahme von Verbesserungen zu bestimmen, ^

die derselbe mit einer, aus der erlangten Geschicklichkeil in Aus- ,

Übung der alten Methode resultirendcn Anmaßung als eine ;

sinnlose Neuerung verwirft. t

Erstaunlich sinnreich ist die Art der Erfindung, wie die §

Durchlöcherungen der Kartcnstreifen so gemacht sind, daß sie auf s

das Erheben verschiedener Theile des Aufzugs in der Art wir- i

ken, daß durch die wieder dadurch bewirkte Fvlgenrcihe das ,

Muster entsteht. ,

Das Muster (ste^in) wird erst größer gemacht, als es indem gewebten Stoffe sich darstellen soll. Man zeichnet dasselbeauf eine, in sehr kleine Quadrate durch Linien abgetheilte Flächevon Papier, wie die folgende Figur es zeigt. Der Punkt, wodie Linien sich kreuzen, bezeichnet das Kreuzen oder Zusammen-treffen der Fäden des Stoffs. Dieses Verfahren ward auchschon lange beim Ziehwebstuhl befolgt, wenn darauf sehr verwi-ckelte oder complicirte Muster gewebt werden sollten.

Der Arbeiter legt das Papier mit der Zeichnung vor sichhin; das Gestell enthält eine, zu dem Stoff und dem Mustekgenügende Anzahl vertikaler Faden, und nun beginnt derselbesein Muster abzulesen, <s. Fig. 32.) indem er mit einer lange»Nadel die Fäden aufnimmt, die vom Muster durchschnitten wer-den. Er schiebt die Nadel so ein, wie die Faden sich nachdemselben kreuzen, je nachdem dazu mehr oder weniger obe»oder unten liegen müssen, so daß der Faden in gerader Liniedurch die Aufzugsfäden durchgeht, indem er sich, wie das Mu-ster es verlangt, kreuzt. Der Weber wiederholt dieses Durch-steckten des Einschlagfadens so oft, als sich Linien in dem Mu-ster befinden, was oft über 500 beträgt. Auf diese Weise über-trägt er die Zeichnung mit einer Art von Stopfstich, von de»>liniirten Papier auf die Fäden seines Gestells.

Um das Ablesen des Dessins zu erleichtern, ist jede lOtk ^Linie, womit die Quadrate gebildet werden, stärker gezeichnet,