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Dritter Theil.
Kenntniß, die ich inzwischen von dem Geschäfte erlangt hatte,daß beim glatten Weben nur drei Bewegungen vorbanden wa-ren, die in gleicher Weise auf einander folgten. Es schien mir,daß eS keine große Schwierigkeit haben könne, diese hervorzu-bringen und zu wiederholen. Voll von dieser Idee nahm ichsogleich einen Schmied und Tischler in Arbeit, um dieselbe zuverwirklichen. Sobald die Maschine fertig war, ließ ich durcheinen Weber den Aufzug darin machen. Dieser war von demMaterial, wovon man gewöhnlich Segeltuch webt. Zu meinerFreude erhielt ich als Resultat ein Stück dergleichen Zeuges.Da ich früher nie meine Gedanken auf etwas Mechanisches ge-richtet hatte, weder in der Theorie noch Praxis, noch je-mals einen Webstuhl in Thätigkeit gesehen, noch aber die min-deste Kenntniß von dessen Bau halte, so können Sie leicht den-ken, daß meine erste Webmaschine ein sehr rohes Produktwar. Der Aufzug befand sich in perpendiculairec Stellung-Das Geschirr siel mit wenigstens 50 Pfund Gewicht Kraft,und die Springfedern, welche das Webschiff warfen, warenstark genug, um eine Congrcvesche Rakete zu werfen. Kurz eserforderte die ganze Kraft zweier starken Menschen, um die Ma-schine nur zu einer kleinen Arbeit und eine kurze Zeit hindurchzu bewegen. Da ich in meiner Einfalt glaubte, daß ich dasErforderliche bestens vollendet hatte, sicherte ich mich vor allenDingen dieses, wie ich glaubte, werthvvlle Eigenthum und er-hielt am 4ten April darüber ein Patent. Als dieses geschehenwar, entschloß ich mich, erst zu sehen, wie andere Menschenwebten; und Sie begreifen mein Erstaunen, als ich den leick'len Modus ihrer Operation mit dem meinigen verglich. Ich be-nutzte nun, was ich gesehen, und baute einen Wcbstuhl, derseinen allgemeinen Principien ziemlich so beschaffen war, wie st*jetzt gemacht werden. Aber erst im Jahre 1787 vollendete iä>meine Erfindung und nahm mein letztes Webepatcnl am ^August des genannten Jahrs.«
Die Geschichte dieser Erfindung ist ferner dadurch merk-würdig, daß sie einige der vielen Schwierigkeiten beleuchtet, ^sich so häufig der Einführung neuer Pläne entgegenstellen unsdie unermüdlichste Geduld in Anspruch nehmen. Nicht mind^bedarf es der unermüdlichsten Energie, um selbst die werthvoH-sten Erfindungen davor zu bewahren, daß sie vernachlässigt wer-den und endlich in Vergessenheit gerathen. Wie viele Erfindun-gen sind auf diese Weise der Welt, wenigstens auf eine Zeit lang'