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Das Ganze der Seiden-Manufactur, nach ihrem Ursprunge, Fortschritten und jetzigen Standpunkte dargestellt : enthaltend gründliche Belehrungen über die Cultur, das Abhaspeln, Zwirnen und Weben der Seide, nebst Abbildungen und Beschreibung aller dazu erforderlichen Geräthschaften und Maschinen, insbesondere der Jacquard-Maschine und anderer mechanischen Webstühle
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Fünftes Capitel.

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Schon gegen das Ende des 17ten Jahrhunderts ward derköniglichen Societät zu London die Zeichnung und Beschrei-bung eines Webstuhls, zum mechanischen Weben, vorgelegt. Ob-gleich man voraussetzen darf, daß dieser Umstand dem sinnrei-chen Erfinder des zuerst praktisch angewandten Maschinenstuhlsganz unbekannt war, so scheint es doch, als wenn zwischen sei-ner und jener Maschine kein wesentlicher Unterschied stattfinde.Es ist ein interessantes Factum, daß das Erdenken und die Aus-führung jener wichtigen Erfindung durch einen Gentleman ge-macht worden ist, der durchaus keine Kenntniß vom Manufac-turwesen hatte, und selbst mit der ganz einfachen Methode desWebens unbekannt war. Er war bis dahin durchaus allen da-hin einschlagenden Beschäftigungen und Künsten völlig fremdgewesen und ein ganz zufälliger Umstand lenkte seine Aufmerk-samkeit dahin. Es bedarf die Beifügung eines Briefes keinerApologie, den der Erfinder, Edmund Cartwright, D.D.später über diesen Gegenstand dem achtbaren Secretair derHandelskammer zu Glasgow schrieb.

-Als ich im Sommer 1784 mich zufällig zu Matlockbefand, traf ich mit einigen Herren aus Manchester zusam-men und die Unterhaltung wandte sich auf Arkwrigth's Spinn-maschine. Einer aus der Gesellschaft machte die Bemerkung,daß, sobald die Zeit von Arkwrigth's Patent abgelaufen seinwürde, so viel Baumwolle gesponnen und so viel Mühlen er-achtet werden würden, daß man nie Hände genug finden würde,!w zu weben. Ich erwiederte: daß, in diesem Fall, Arkwrigthseinen Witz zusammen nehmen müsse, um eine Webmühle zu"finden. Dieses brachte die Unterhaltung auf den Gegenstand,Und alle die Herren auS Manchester waren der übereinstimmen-den Meinung, daß die Sache unausführbar sei, und führtenöur Unterstützung ihrer Ansicht, Argumente an, die ich eben sowenig im Stande war zu begreifen als zu bestreiken, da ich überden Gegenstand ganz unwissend war und bis dahin niemalshatte weben sehen. Ich widersprach dennoch der Unausführbar-st der Sache, indem ich bemerkte, daß letzthin in London ein^Utomat gezeigt worden sei, welcher Schach spielte. Nun wcr-ka sie, meine Herren, doch nicht behaupten wollen, daß es schwererMaschine zu construiren, welche webt, als eine solche, welcheUe sie verschiedenen Bewegungen macht, die bei diesem compli»wlen Spiele erforderlich sind. Als kurz darauf ein Umstand mirwse Unterhaltung zurückrief, srappirte es mich, in Folge derlSeidenmanufactur.) 1 Z