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Dritter Theil.
die angegebene Weise verbundene Webstühle zugleich arbeiten,so muß der Weber einen Gehülfen haben, der der Arbeit mitvorsteht. Es scheint mir keineswegs gewiß, daß alle diese Mit-tel zur Erleichterung für die Weber dieser Classe auf künftigeZeit wirklich Vortheilhaft sein werden. Im Gegentheil wird dieseArbeit, je mehr sie vereinfacht wird, einer niedrigern, nicht un-terrichteten Classe übergeben werden können, denn es bedarfnatürlich keiner langen Lehrzeit, um Jemand zu befähigen, einenPendel hin und ker zu bewegen. Außerdem würde die größereQuantität von Waare, die jeder Arbeiter liefern würde, — !für längere Zeit wenigstens — viele Weber unbeschäftigt lassen;und, obgleich die geringeren Kosten einen größeren Verbrauch,und mithin eine größere Anforderung von Waaren bewirkenwürde, so möchte doch eine bedeutende Zeit erforderlich sein,bis sich Alles wieder in das gehörige Gleichgewicht gesetzt habenwürde; und die jetzigen Weber würden dadurch auf das Här-teste bedrängt werden.
Herrn Sadlcr's Webstuhl ist eine feste, dauerhafte Ma-schine, beinahe ganz von gegossenem Eisen construirt, und voA-sehr eleganter Form. Außerdem nimmt sie wenig Raum ei.-^Wie sehr sie nun auch darauf berechnet ist, dem Weber so-wohl Erleichterung als Zeitersparniß zu gewähren, so stjHt'dochsehr zu befürchten, daß nur wenige Weber zu deren Ankaufdie Mittel haben, und des Vortheils, den sie gewährt, theilhaf-tig werden mögten. Ein Grund, welcher sehr gegen die An-wendung dieser Maschine zum Scidenwebcn spricht, ist der, daßsie nicht, wie es bei gröberem Material der Fall ist, eine großeVerminderung der Arbeit gewährt. Beim Weben leinener oderbaumwollener Fabrikate mag ein Mensch genügend sein, um zugleicher Zeit die nöthige Aufmerksamkeit auf mehre Webmaschi-nen zu verwenden. Aber dieses ist nicht der Fall bei seidenenGeweben, welche wegen der Zartheit ihres Gespinnstes fortwäh-rend an einer oder der andern Stelle nachgesehen und geordnetwerden müssen; denn es erfordert sehr viel Zeit und Arbeit, alleRauheiten und Unebenheiten der Aufzugsfäden zu beseitigen, undwährend dieses geschieht, muß mit dem Weben inne gehaltenwerden. Die geringe Ersparniß, die unter diesen Umständen auSder Anwendung eines mechanischen Apparate« an der Arbeit ge-macht werden würde, kann daher kein Object sein, da das roheMaterial den bei weitem höchsten Kostenbetrag des Stoffs aus-macht. Deßhalb nun ist eS auch noch sehr zu bezweifeln.