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Das Ganze der Seiden-Manufactur, nach ihrem Ursprunge, Fortschritten und jetzigen Standpunkte dargestellt : enthaltend gründliche Belehrungen über die Cultur, das Abhaspeln, Zwirnen und Weben der Seide, nebst Abbildungen und Beschreibung aller dazu erforderlichen Geräthschaften und Maschinen, insbesondere der Jacquard-Maschine und anderer mechanischen Webstühle
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Sechstes Capitel.

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ob die Anwendung der mechanischen Webstühle, auf welcheWeise sie auch modisicirt sein mögen, sich weiter als auf diegemeinsten Zweige der Seidenweberei würde erstrecken können.

Sechstes Capitel.

Sammetweben.

Erste Einführung desselben in England. — Chinesische Sammete. — Artdes Sammet-Gewebes. — Art des Webens. — Verbesserungen, welchedabei gemacht worden sind. — Sammet mit Figuren. — DeutscherSammet. —

Der Sammet muß unstreitig unter die reichsten Seiden«flösse gerechnet werden. Obgleich, , mit der Zeit verglichen,als einfachere Stoffe zuerst bekaistit-sivurdcn, dieses schöne Fa-brikat als eine neuere Erfindung betrachtet werden muß, so istdasselbe doch schon seit Jahrhunderten in Europa gemacht undgebraucht. Lange Zeit hindurch ward nur in Italien Sammetgewebt; er wurde besonders in Florenz, Mailand, Venedig,Lucca und Genua in bedeutender Quantität und großer Voll-kommenheit fabricirt. Sobald aber die französischen Manufa-turisten ansingen wiesen Manufacturzweig zu betreiben, übertra-fen sie schnell .ihre Lehrer, und als die Refugie's im Jahre1685, in Folge der Widerrufung des Edicts von Nantes, ge-nöthigt waren, ihr Vaterland zu verlassen, wurde durch diese dieKunst des Sammetwebens zuerst in England zu Spitalfieldsbekannt, und seitdem mit Erfolg betrieben. Durch dieselbe Ur-sache wanderte ein andrer Theil der Protestanten nach Hollandaus, und verpflanzte jene Kunst gleichfalls dahin. Zu Hartemwurde vorzugsweise ein sehr bedeutendes Etablissement zu demBehuf errichtet; jedoch konnten dessen Fabrikate niemals anSchönheit sich mit den französischen messen, die lange Zeit aufden fremden Märkten weit theurer alS die aller andern Länderbezahlt wurden.

Auch die Ehinescn verfertigen Sammet; wenn aber das,was wir in Europa davon gesehen, über dessen Werth entschei-bsn darf, so ist in dieser Art des Webens die Kunst noch aufeiner niedern Stufe bei ihnen, denn ihre Sammete stehen tiefUnter den schlechtesten europäischen.

Man kann von diesem schönen Fabrikate sagen, daß sein^cwebe ein zusammengesetztes ist; denn außer dem Aufzug und