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Dritter Theil»
durch die Arbeit des Webers erleichtert und abgekürzt, weil esminder beschwerlich ist, das, mit 8 Faden in Beziehung stehendeGeschirr nieder zu drücken, als dasselbe zu erheben. Es wird,nach der schon im Allgemeinen gegebenen Beschreibung der Ver-fertigung von Köperstoffen, kaum nöthig sein, eine dergleichenauf den Atlas bezügliche noch hinzuzusetzen. Es ist klar, daßjede noch hinzukommende Einzelheit der Stoffe, im Gebiet derJacquardschen Webmaschine liegt, auf welcher fa 9 vnnirte At-lasse von den schönsten Mustern gewebt werden können. Wennder Atlas vom Webstuhle kommt, hat er, im Vergleich zu an-dern Stoffen, etwas Rauhes und Unebnes, was von dem selt-neren Verweben des Aufzugs, mit dem Einschlage, herrührt.Um dieses zu beseitigen, wird er mit heißen Cylindern gerollt.Dieses ebnet die Flache des Stoffs und bringt zugleich denschönen Glanz hervor, der so sehr gefallt. Der chinesische Atlaswird deßhalb besonders geschätzt, weil er leicht gereinigt und ge-bleicht werden kann, wobei er seinen vollen Glanz wieder erhält;allein in jeder andern Beziehung steht er dem europäischen be-deutend nach, und es sind, lange Zeit hindurch, die Bedürfnisseunserer östlichen Besitzungen an Atlassen der schönern Art, inSpitalsields verarbeitet.
Der Crcpp ist ein leichter und durchsichtiger Artikel desglatten Webens. Er wird von harter, ungefärbter Seide ge-macht und erst gefärbt und zugerichtet, wenn er vom Web- ,stuhle kommt. Es wird der Seide zuvor noch ein Theil Gummihinzugesetzt. Durch die dadurch erlangte Steisigkeit dreht sichzum Theil das, in der Mühle bewirkte Zwirnen der Faden wie-der los, und daher entsteht die anscheinende Unregelmäßigkeitdes Gewebes. Man kann sich davon leicht überzeugen, wennman den Ccepp in Wasser wäscht, welches heiß genug ist, umden Gummi aufzulösen; er sieht dann ganz wie Gaze aus.
Der Aufzug des Crepps besteht gewöhnlich aus Single,oft auch der Einschlag; soll das Gewebe dichter sein, so nimmtman auch wohl zwei Fäden Tramseide, wodurch der Stoff einkrauses Ansetzn erhält.
Der Crepp ist wegen seines glanzlosen Ansehens von je herznTrauerkleidern gebraucht worden. Viele Weber treiben eine Artvon Geheimnißkrämerei mit ihrem Verfahren bei der Zuberei-tung des Crepps, weil sie sich einbilden, eine bessere Methode