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Encyklopädie der Forstwissenschaft / von G.W. v. Wedekind
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65
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Vom Waldschule.

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(vermsstes) Borkenkäferarten, namentlich tvpossraplius, piimstri, larieis,»dietiperäa, villosus (Fichten-, Kiefern-, Lärchen-, Tannen- und zottiger Bor-kenkäfer), nebst dem eigentlichen Kiesernborkenkäfer oder Waldgärtner, H/Iesi-NU8 piniperäa, b) die Rüsselkäfer, insbesondere eureulio pini, notatus, lapatlü(Fichten-, Kiefer- und Erlenrüsselkäfer), o) der Maikäfer melolontka vulxaris.kl- Schmetterlinge n) mehrere Phaläncn, am meisten pbaluenu bomd^xpini (große Kiefcrnraupe), pk. b. monnolm (die Nonne), pb. proeessionea (derProcessionsspinner), pl>. xsometra piniari» (der Fohrenspanner) pb. nootus pi-uiporck-r (die Kicfcrneule), pli. b. äispnr (der Großkopsspinner); d) einige Wick-ler, namentlich tortrix buoliann (Kiefernsprossenwickler), t. kere^niaiia (Harz-wickler); o) Motten, insbesondere tinea lariemella, die Lärchenschabe; HI- Ader-flügler, namentlich mehrere Tcnthredo - Arten, vor Allen temliroäo pini(Kiefernblattwespe).

2) Zur Verhinderung von Jnsectcnschaden trägt Dreierlei vorzüglich bei.Erstens Gesundheit der Holzbestände, Entfernung kranker Stämme, geeigneteDurchfvrstungcn, zeitige Schlagräumung, fleißiges Stockroden, Vermin-dern von Mißhandlungen, welche ein Stocken und Verderben der Säfte derBäume veranlassen. Letztere Gefahr tritt namentlich ein, wenn die Streunutzungin größerem Maße ausgeübt wird, als nach §. 45. zulässig ist. ZweitensSchonung der insectcnvcrtilgcnden Thiere, insbesondere der Singvogel; auchBegünstigung der Raubkäfer, welche sich von andern Jnsecten ernähren (z. B.Laufkäfer onr.-rbus s^eopicaiitiiu, Moderkäfer stapli^linus olons, Buntkäfer elcrnslormiearius), der Tausendfüße lltilus terrestris, der Maulwurfsgrille, ssr^IIolktlpavulxaris (welche sich von Maikäferlarven u. dgl. ernährt), sodann der Schma-rotzer-Jnsccten, welche ihre Eier auf und in die schädlichen Jnsecten legen, na-mentlich der Schlupfwespen (lelmeumonon). Drittens Achtsamkeit, um, so-bald sich irgend eine schädliche Jnsectenart in größerer Zahl zu zeigen beginnt,der Vermehrung durch alsbaldige Vertilgung zu begegnen.

3) Die Vertilgung besteht in Einsammeln der Eier, Larven und vollkom-menen Jnsecten, Verbrennen, Beihülfe gefällter Fangbäume, Absperren durchGräben rc. Diese Maßregeln müssen der Naturgeschichte, insbesondere demEntwickelungsgänge und Aufenthalte nach Verschiedenheit der Jahreszeit, einesjeden Jnsects angepaßt werden. Können sie auch bei einmal überhand genom-mener Verbreitung ohne Mitwirkung von inscctcnvcrderblicher Witterung u. Krank-heiten, nur zur Verminderung beitragen, so dürfen sie doch nicht in der Hoff-nung zufälliger Ereignisse unterlassen werden. Nach entstandenem Jnsectenschadenist zu prüfen, welche Stämme und Bestände sich wieder erholen können; dieUnrettbar verlorenen sind baldigst zu fällen und aus dem Walde wegzubringen.

Man seheIw Natzeburg's Forstinsccten mit vielen Abbildungen. Drei Theile, Berlin183g bis 1844." Ein Auszug hiervon mit Angabe über einige andere schädliche Thiere ent-hält:Dr. Natzeburg's Waldverdcrber und ihre Feinde. 2. Aufl. Berlin 1842."

§. 59. Vom Schutze gegen schädliche Gewächse.

Die unter (5) des §. 7. bereits erwähnte Schädlichkeit mancher Gewächsebegründet Maßregeln zu ihrer Verhinderung und Vertilgung. Dieß geschiehtMittelbar durch sorgfältigen Holzanbau, vollständiges Decken des Bodens mitHolzpflanzen und pflegliche Schlagführung, unmittelbar durch Wegräumen oderwenigstens Abschneiden vor der Samcnreife, mitunter durch Vichcintriet' (Ao-hüten, Abweiden), Entwässerung oder Entsilinpfung und geeignetes Umardeitender Bodenkrume.

Neue Encyklopädie. Band I. Nro 1.

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