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Von der Betricbseinrichtung und Rcgnlirung des NaturalcrtrazS-
das unter (5) des §. 67. erwähnte Verfahren nach den Vorschriften dieses §.68. mittelst Untersuchung an Probcstämmen für jede Klasse auf den ganzenBestand ausdehnt, oder indem man den Holzgehalt von zwei nur im Alterverschiedenen Beständen mit einander vergleicht. Dieser bestaudsweise Zu-wachs ergibt übrigens verschiedene Verhältnisse als der stammweise des §. 67.aus den bereits im §. 7. unter Nr. 2. angedeuteten Gründen.
7) Wenn der Holzgehalt einer kleineren ausgewählten Probe- oder maß-gebenden Fläche oder deren Zuwachs oder das Ergebniß einer darauf vorge-nommenen Mustersällung einer vorzüglich genauen Ausmittclnng unterworfenwird, so nennt man dieß „Ertragsvcrsnch" und beziehungsweise „Zuwachsvcr-such." Gewöhnlich geschieht beides gleichzeitig und wird der Ertragsvcrsnchauch zu Beobachtungen über die stcreomctrischen Verhältnisse der Bäume (m. s.oben Nr. 3. des §. 67.) benutzt. Der Zweck dieser ErtragS- und Zuwachs-beobachtungen ist, Schlüsse aus den Ertrag anderer Bestände zu ziehen, „Er-tragsansätze" zu gewinnen und namentlich Stoss für Ableitung von Ertrags-tafeln zu erhalten oder umgekehrt die Anwendbarkeit gegebener ErtragStafclnzu erproben oder Vcrhältnißzahlen für ihre Anwendung zu erforschen. Hierauserhellt, daß dergleichen Versuche in der Regel nur in vollkommenen und regel-mäßigen Beständen (m. s. Nr. 3. des §. 7.) anzustellen find und daß dieFläche, worauf der Versuch angestellt wird, nicht zu klein sein darf, z. B.gewöhnlich nickt unter zwei Morgen. Bon großem Werthe sind in dieser Be-ziehung die ständigen Vcrsnchsstellcn, welche man im Walde bleibend begrenztund zeitweise wiederholter Aufnahme und Vergleichungcn unterwirft.
8) Die Ertrags tafeln entstehen, indem man die Ergebnisse der Er-tragsversuche und auch der Fällungen entsprechender Bestände nach ihrer Re-daction auf die Einheit des Flächenmaßes, gesondert nach Holzarten oder (nachUmständen) ständigen Holzartcnmischungcn, nach Betriebsarten und nach Stand-ortsgüten (m. s. oben die §§. 1, 2. n. 3., sodann Nr. 3. des §. 69.) in derReihenfolge des Alters ordnet, und nach gehöriger Sichtung dieses in denvorbereitende;! „Erfahrungstafeln" enthaltenen Materials die für den ganzenWachsthumsgang der Bestände von der frühesten Jugend bis zum praktischhöchsten Alter gütigen Ansätze zusammenstellt. In dieser Entstehnngswcise undstrengen Absonderung des Verschiedenartigen liegen zugleich die Bedingungender Zuverlässigkeit der ErtragStafcln und ihrer Anwendbarkeit, somit die Noth-wendigkeit, die ErtragStafcln aus eine möglichst umfassende Menge richtigerErfahrungen aus derselben oder einer maßgebenden Ocrtlichkeit zu gründen,Lücken mit sehr großer Vorsicht durch Interpolation zu ergänzen und zur An-wendung fremder ErtragStafcln nur nach Kenntniß der Orte und Art ihrerEntstehung, sowie nach deren genauen Prüfung, zu schreiten.
Vierte Abtheilung.
Von der Betriebseinrichtung und Regulirung des Nalnralertrags.
Die Forstbetriebseinrichtung Hut die Ausgabe, die Fällungen und Kulturen, nach Umständenauch Ncbennlchunge» der zu einem wirthschaftlichen Ganzen vereinigten Walddistrietc „iid Holz-bestände für einen znr Begründung der beabsichtigten Ordnung erforderlichen Zeitraum dergeiialtzu bestimmen, daß sie, so weit es der Justand des Waldes gestattet, dem jeweiligen Zweckeentsprechen, — z„ zeigen, wie der diesem Zwecke angemessene Zustand so viel mogUch m vcrgewünschten Zeit herzustellen sei und den aus diesen Operationen sich ergebenden gtaturawriragauszumittcln. — Näheres in: 1) Im'truetio,, für die Betriebsregiilirung ">>° Hölzerrrage-schähung der Forste, durch Beispiele erläutert, nebst einem Hefte mit Mustern und Er ragstasc ,von G W, Frhr. von Wcdekind, Darmstadt l83!> (zugleich 2. Auch meiner r »
1834); 2) die Fachwcrksmcthode der Betriebsregiilirung und HolzertragSschasiung cer §or,ie,