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Die Staatsforstwirthschaftslehre : ein Handbuch für Staats- und Forstwirthe / von Karl Heinrich Edmund von Berg
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tung bedürfen, neben dem Besiher und dessen Ehefrau, dasJahr hindurch: einen Knecht, zwei Mägde und einen Tagelöh-ner, also 6 Menschen. — Auf 100 Joch Ackerland — 225pr. Morg., werden bei der Dreiselderwirthschaft >3 Arbeiter,bei der Fruchtwechselwirthschaft 17 Arbeiter und wenn dieseWurzelgewächse in ihren Turnus aufnimmt, sogar 22 Menschengebraucht. Beim Bau von Mais, Runkelrüben und Gespinnst-pflanzen sind 27 Arbeiter nöthig. Die Gras wirthschaft da-gegen beschäftigt auf 151 Morg. einen Menschen. OeconomischeNeuigkeiten Nr. 26. >850. — Gegen 5 Morgen Rebenlandbeschäftigen eine Familie (Rau, I. c. S. 487). In der Nähegroßer Städte genügen sogar 2 bis 3 Morgen gutes Garten-land, um einer Familie von 5 Köpfen Arbeit und Unterhalt zugewähren. Reichensperger, die Agrarfrage aus dem Gesichts-punkte der Nationalöconomie, der Politik und des Rechts rc.Trier 1847. S. 47.

Dagegen sagt Hundeshagen, Encyclopädie 2. Aufl. 1831.3. B. S. 62, daß zu der Bewirthschaftung eines Reviers von7000 Morgen erforderlich seien:

Ein Redierförster.

Drei bis vier Waldschützen.

Ein Waldarbeiter zur Hälfte zu den Culturarbeiten.

Neun Holzhauer zur Aufarbeit der Hölzer; also imGanzen 14 Menschen, so daß eine Person auf 500 MorgenBetriebsfläche kommt. Nach einer Berechnung in den öcono-mischen Neuigkeiten Nr. 26. 1850, wird sogar für eine Be-triebsfläche von 608 Morgen Wald nur ein Mensch verlangt.— Diese Angaben sind offenbar zu geringe, wenn man da-nach den Arbeitsverdienst, welchen der Wald gewährt, bemes-sen will. Auch lassen sich solche allgemeine Durchschnittszahlenschwer ziehen, weil nicht jede Bewirthschaftungsform eine gleicheArbeitsmasse gewährt. Je mehr das Holz besonders zugerich-tet wird, oder je mehr man bei der Waldnutzung besondereZwecke verfolgt, oder da, wo der Waldanbau und die Wald-pflege besonderen Auswand veranlassen, steigt der Arbeitsver-