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Die Staatsforstwirthschaftslehre : ein Handbuch für Staats- und Forstwirthe / von Karl Heinrich Edmund von Berg
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Erwägt man dieses und beachtet man die im 8-12 erörter-ten Eigenthümlichkeiten des Waldgewerbes, so folgt darauszweierlei, nämlich einmal, daß der Waldbesitz, wenn er diegrößte Rente abwerfen soll, namentlich bei der Bewirthschas-tung als Hochwald, sich für den Staat, für Körperschaftenoder reiche Privaten vorzüglich eignet und zweitens, daß esstaatswirthschaftlich geboten ist, eine gewisse, den Verhält-nissen des Landes möglichst entsprechende Masse von Forstenin die feste Hand des Staates zu bringen, oder darin zuerhalten.

1) Cotta's Waldbau 7. Aufl. Herausgegeb. von E. v. Berg.Dresden I84S. S. st.

2) Bei der Betrachtung der Waldwirthschaft aus demstaatswirthschaftlichen Gesichtspunkte, ist es ganz gleichgültig,welche Producte der Wald liefert, wenn sie nur den Bedürf-nissen des Volkes entsprechend sind. Wie für unsere Vorfahrenzu Cäsars Zeiten die Mast das geschätzteste Product des Wal-des war, wie in manchen Provinzen Rußlands der Theer mehrWerth hat als das Holz, so kann unter geeigneten Umständenmit allen Nebenprvducten der Fall eintreten, daß sie mehr Werthhaben, als das Hauptproduct. Werthanschläge von Waldweideund Waldstreu in v. Wedekind Jahrb. 18. Hft. >840. S. 8:;.

3) Vergl. Nota 8 zu tz. 12.

4) Unter allen Verhältnissen ist das Brennholz und unterdiesen das schwache Reißholz das Product, welches den gering-sten Werth hat. Das Bau- und stärkere Nutzholz, Klötzer,Holz für Schindel - und Schachtelmacher, Trogholz, Bütter-holz u. s- f., alle diese Sortimente erzeugt vielfach der Hoch-wald, denn in einer größeren Ausdehnung erfolgen sie auch imMittelwalde nicht, den übrigen Wirthschaftsformen aber fehlensie ganz.

5) Die Spielwaarenfabriken geben dazu den besten Beleg.In den Orten Seifen, Heidelberg, Neudorf und Einsiedel auf

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