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Naturhistorische Alpenreise : vorgelesen der Naturforschenden Gesellschaft in Solothurn / von ihrem Vorsteher Fr. Jos. Hugi
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197
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Wir wanderten nun so rasch über die Triim-mergebilde und dann über den Oberaargletscher em-por, dass ich schon g| Uhr den Sattel zwischen demOberaar- und Kastenhorn mit J. Leuthold und J. Zemterreichte. Nach einer halben Stunde erschienen auchmühselig die übrigen. Sturm und Kälte war aberso heftig, dass man vorzog, nur etwas weniges zugemessen, das Joch gleich zu verlassen, und wanderndsich wieder in Wärme zu setzen. Im Sprunge eiltenwir quer über den östlichen, obern Viescherfirn, undgelangten schon 11 Uhr zum vorjährigen Nachtlagerauf dem Sattel zwischen dem Roth- und Finsteraar-horn. Auf jenem obersten Viescherfirn fand ich die-ses Mal eine Menge Insekten, wie sie oft mir begegne-ten, wo die Firne ohne Unterbrechung und Biegunggegen die Unterwelt sich öffnen. Einige flattertennoch matt umher, andere lagen still mit ausgespann-ten Flügeln auf dem Firne im Strahle der Sonne.Die meisten aber waren schon tief in die Firnmasseeingesunken; doch so, dass immer die Oeffnung ganzdie Form des Thieres hatte, auch mit den zartestenTheilen. Mehrere Alpdohlen sah ich etwas tieferbeschäftigt, nicht etwa die auf der Oberfläche liegen-den Insekten aufzusuchen, sondern die \ bis i| Fusstief eingesunkenen auszugraben und zu verschlingen.Es ist wirklich zum Erstaunen, wenn man diese ar-beitenden Vögel, noch mehr aber, wenn man diegemachten Gruben in fester Masse des Firns sieht.Ich werde die Sache, wie den so häufig erscheinenden,rothen Firn später etwas näher zu würdigen suchen.

A

Unser vorjähriges Gebäude war zerfallen, undmit Firn ausgefüllt. Ich Hess. mit Aexten die Masse