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Naturhistorische Alpenreise : vorgelesen der Naturforschenden Gesellschaft in Solothurn / von ihrem Vorsteher Fr. Jos. Hugi
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VI.

REISE NACH DEM FINSTER AARHORN.

Cuncta gelu canaque aeternum grandine tectaAtque aevi glaciem cohibent: riget ardua montisyEtherei facies, surgentique ob via PhceboDuratas nescit flammis mollire pruinas.

Quantum tartareus regni pallentis hiatusAd manes imas atque atrae stagna paludisA supera tellure patet, tarn longa per aurasErigitur tellus, et ccelum intercipit umbra.

Nullum ver usquam nullique asstatis honores.

Sola jugis habitat diris, sedesque tueturPerpetuas deformis hiems : illa undique nubesHuc atras agit et mixtos cum grandine nimbos.

Silius irAniGüs.

Den zweiten Tag nach meiner Ankunft auf derGrimsel hellte das Wetter so auf, dass ich wenigstnach dem Siedelhorn exkursiren konnte. Wie icham Abende dieses merkwürdigen Tages von der Sie-delhöhe nördlich durch alle Gebilde und Tobel hin-abstieg nach dem Aarboden, beruhigte sich das wildeGewölk. Der grösste Theil löste sich auf. Nur ein-zelne Massen schlichen dem Zinkenstocke nach, wäh-rend andere vom Wallis her schauerlich zum nahenGalenstock empor sich wälzten im eigentlichen Sinnedes Wortes. Auf der Galenhöhe setzten die Wolken-lasten sich fest, und verflossen zu magischem Schleier,der bald sich hob, sanft mit Abendroth sich malte,und später sich schäfelte. Die Sonne hatte westlich