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Naturhistorische Alpenreise : vorgelesen der Naturforschenden Gesellschaft in Solothurn / von ihrem Vorsteher Fr. Jos. Hugi
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beiderseits das grause Gehänge, bald allmäblig an-steigend, bald himmelhoch senkrecht aufstrebend inwildgerundeten Granitformen, wer die tausend Tobelund Schrunde, wer die vom Himmel herabblickendenschönen Alpen, aus denen wildgezackte Hörner, um-gürtet mit ewigem Firne, sich heben? Wohl liessman toben und schäumen und zischen, uüd mit Feuersich mischen, wenn man den Lauf der Aare bezeich-nte, die gewaltig schon bei der Geburt aus ewigemFirne nun erderschütternd herab sich schlägt durchdas ausgetobelte, wilde Gestein; allein mit allem die-sem ist auch nicht ein Schattenriss vom erhabenenBilde entworfen, das nur anstaunen und bewundern,nicht aber beschreiben sich lässt. Wohl einzig inseiner Art und der ausgezeichnetste in der Schweiz ist der Fall bei Handeck, der freundlichen Alp, woder Aerlenbach in freier Luft in die senkrechte, ge-waltige Schaumsäule der Aare sich wirft, und dannmit ihr in nächtlichen Abgrund sich stürzt.

Ob Räterisboden bleibt auch die letzte Spurdes dem Gebirgsforscher oft so verdrieslichen Holz-wuchses ganz zurücke j dagegen aber wird der Blickschon wieder durch andere Gebilde beschränkt. Diehimmelhohen Granitbäuche treten beiderseits so nahezusammen, dass kaum die Aare sich durchzudrängenvermag, und der Weg, in einiger Höhe hängend, gleich-sam erkünstelt werden musste. Aber wundersam er-weitern bald die Gebilde sich wieder, und mit ihnender eingeengte Blick und der Geist des Beobachters.Das Feld, das hier um den Spittelnollen dem For-scher ringsum sich entfaltet, ist wirklich einzig. Wohlkaum eine andere besuchte Gegend liegt, mit so man-nigfachen Gebilden und mit so- unendlicher Formen-

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