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förmig ausgeschmolzen. So ruhete die ganze Gletscher-masse auf einer unzähligen Menge kleinerer und grösse-rer, unregelmässig vertheil ter Pfeiler, die äusserst wun-derbar tausend Kuppen und Gewölber trugen, oft soniedrig, dass ich kaum durchzukriechen vermochte.Das Wasser traufte so häufig aus allen Gewölbern, dassich nass, wie eine Maus, und halb erfroren hervorkroch,nachdem ich i| Stunde unter dem Gletscher gewanderthatte. Der Gletscher ist erst seit einigen Jahren hier ’entstanden. Auf seiner Oberfläche hatte er vieleGletscherrosen (Unten), die bereits in feste Masse zu-sammensinterten. Obwohl auf der Oberfläche an derSonne eine Temperatur von + 16,2 R. war, sah ichdie Masse doch nirgends im eigentlichen Schmelzenbegriffen. Sie sinterte nur zusammen in kleinkörnigeMasse. An der Unterfläche waren die Kristalle derMasse bereits zollgross, und hatten das schönste Blau.Die Temperatur der Luft unter dem Gletscher warnur + 2,5 R., eben so das fliessende Wasser; derschmelzende Gletscher batte = 0,0. In dieser Unter-welt herrschte keine Nacht', aber ein Dämmerlichtganz eigener Art. Stellenweise schien sogar der Glet-scher durchscheinend, oder fast wie pliosphoreszirend.Das Blaue der Gletsche'rmasse im Grossen und dasWeisse an den dünnen Kanten der Kuppen, von denendas Wasser traufte, spielten sonderbar. Obwohl ichzur Reise Helligkeit genug hatte, war’s mir doch nurin der Nähe einer Oeffnung, durch die das Tageslichtdi’ang, möglich, den Thermometer abzulesen. Spaltenhatte der ganze Gletscher noch keine. Ueberhauptscheint die Bildung seiner Masse noch nicht so weitvorgeschritten, als dass ihre Ausdehnung und Con-traktiön noch erfolgen könnte. Das Nähern darüberindessen später.