374 -
Eiskorne verflossen, und am Ende hatte ich das Ge- de^
fass mit hochrothem Wasser angefüllt, das, durch sta^j
Löschpapier filtrirt, auch nicht den geringsten Rück-stand zeigte. Erst drei Wochen nach meiner Heim' ’
kunft klärte das Wasser sich ab, indem eine rothe,gallertartige Masse sich auf den Grund setzte, die im Wor
Wasser erst nach 4 —5 Monaten zu schwai’zer Damm- p.
erde wurde. — Untersuchte ich die Entwickelung dieses „ .
o GnLw
Gebildes näher, so fand ich, dass jene zwei Aestchen
sich bald zwischen den Körnern durch an die freie etwa
Luft drängten. Nun fand ich auch mit freiem Auge ^
auf jedem Aestchen ein sehr bestimmtes Korn, das
unter der Lupe unförmlich warzig sich zeigte, die den 1
Karminfarbe verloren, und dagegen eine hellbraune
angenommen hatte. Wenn ich nach dem Schmelzen
dieser Masse das Wasser filtrirte, so war das Filtrum
mit diesen Körnern angefüllt. Das Durchgeflossene qj
verhielt sich, wie das eben Angeführte. Die Körner 8c ^
waren bei meiner Rückkunft in Fäulniss übergegangen.
Dieses Aufkeimen und Blühen dauert nur wenige jyj-Tage, und dann zerfällt diese sonderbare Pflanzen- Äfenform in schwarze Masse, die das Gewand des Firnestrübt, und in selbes sich einnagt. — p^ a
Wohl Hessen sich unter starker Vergrösserung Se j^an Ort und Stelle nähere organische Entwickelungs-momente entdecken, und vielleicht für die Entwicke- ^lung des Pflanzenlebens überhaupt wichtige Resultate vziehen; mir wenigst scheint das Keimen im Lufträumezwischen den Eiskörnern, die bestimmte Gabelform 8 ; jeines nur durch Farbe erkennbaren Individuums, sein (
Streben nach der Luft und dann die Entwickelung d essejner Kapsel'auf jedem Zweige von nicht geringerBedeutung und für die Entwickelung alles Seins