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Einleitung.
Zunächst also vvm germanischen Wortschätze.
Viele Wörter der englischen Sprache sind mit den gleichbedeutenden hoch-deutschen ganz gleich, als'. harnl, arm, finger, wolf, fish, butter, glass, horn,com, flax it. s. w. mit geringen Abweichungen der Aussprache oder Schreib-art, oder beider. Andere sind bloß verkürzt, indem sie die deutschen Endungennicht haben, und den Stamm mehr in den Consonanten beibehalten, z. B.king König, clap klappen, fall fallen, go gehen, hear Hören, SON Sohn, S'II»Sonne, nun Nonne, mark merken, und dergleichen sehr viele, wobei derSchüler besonders auf die Vokale achte. Wer Plattdeutsch versteht, wird diesenoch leichter begründen können. Deutsche Wörter mit langem a haben imEnglischen auch a (eh), oft aber«» und ee (if)), z. B. Name name, Spaten spade,gab gave, dagegen Mahl meal, Saat seed, Schaaf sheep, Stahl steel; dasdeutsche scharfe a bleibt aber meist so, wie in haclr, hammer, hang, harrn,hard, span; während es bisweilen sich in andere dunkele Tone verliert, hlot,
comh, hold, old, flutter.
Das deutsche lange e und ö, i und ü, ei und eu, au und äu, machen derenglischen Vokalisation Platz, und fügen sich einer andern Aussprache undSchreibart, deren Ursprung sich sehr oft im Plattdeutschen und in den andernDialekten leicht auffinden läßt. Die Ursache der Vokalisation ist meistentheilsin den Consonanten zu suchen, so wie in der großem oder geringern Deh-nung, die der Vokal erhält. Allgemeine Gesetze sind hier eigentlich nicht auf-zustellen. So ftheil Wir z. B- Unser langes e in ass, go, hearth, knead,lean, roc; unset kurzes e in asp, ash, deck, eat, far, heart, star, strong;unser langes i und ii in heer, hreed, feel, cool, door, greet; unser ei und eu,in flz, free, flesh, stone, fire, steer; unser an und äu in heain, heap, leaf,raw, reck, rob, bride, seam. Ultser 0 wild iM^Englischeil Oft wiederholt,wie Brod bread, Noth need. Das u bleibt meist dunkel.
Wichtiger ist die Vergleichung der Consonanten, besonders in Beziehungauf Organverwandtschaft. Unser deutsches b geht besonders am Ende derWörter in das verwandte f oder in das weichere ve über, so calf, lief, seif,
of) leave, drive, give, grave, heave, live, give, shave, sieve; öfters dltcf)vor Endungssylben raven, over? selten in ff, wie staff, off. Das verwandte p,bisweilen in ff, z. B. cliff. — Dagegen ist das deutsche f im Englischen
Meist als ape, apple, carp, copper, damp, deep, gape, hap, help, hip,
hop, keep, open ii. f. w.; seltener bleibt am Ende f und ff, wie turf, wolf,snuff. Unser x ist im Englischen f, folk, full, father, for. Von den Zun-genbuchstaben sieht man häufig, besonders am Ende der Wörter und in vielenAnfängen, statt nnleres d ein th, wie in hearth, heath, smith, the, there,thorn, thin, thick.
In andern Wörtern ist unser th dort d, als in do, door, deer, deal,dear, need, red, rod, so wie oft Unser t, als in glide, ride, drop, drink.
Unser scharfes s und '• ist im Englischen, besonders aber nach Consonanten
NNd kurzen Vokalen, ein t, alÖ in bite, foot, greet, hate, let, out, shoot,holt, cat, mint, rat; seltener ist das z, dort ein eh, wie in chirp, sketch.
Die meisten Veränderungen erleiden die Gaumenlaute. Unser 8, k, chund ck werden besonders oft durch das Zusammentreffen mit englischen li-quiden Lauten sehr verändert, oder in Vokale verschmolzen, z. B. brain, rain,
dray, dry, eye, honey, rye, roe, say, plough; chalk, church, hedge, ridge,bridge, make, sake; hath, thatch, watch, retch; plug, quill; Tight, bright,
sight, wobei man auch die Endsylbe ge, im Englischen ow, nicht übersehendarf, in follow, morrow, sorrow u. s. w.
Nach diesen Andeutungen werfen wir einen Blick auf die beiden Haupt-sprachen romanischen Ursprungs. Auch hier finden wir, und zwar noch mehrals dort, unmittelbar beibehaltene Wörter, sogar mit ihren Endsylben, wieaus dem Lateinischen außer den wissenschaftlichen Ausdrücken viele andere, alS:
animal, dilator, spectator, legislator, horizon, genius, und Ms der französi-schen unzählige. Aber auch veränderte Wörter sind in großer Menge da, so