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Einleitung.
Mischung der Wörter, die geradezu die verschiedenen Elemente der Sprachenvereinign So z. B- sind die meisten Adjective geeignet, die deutsche EndsylbeJy anzunehmen, mit in ein Adverbium verwandelt zu werden, oder er, umeine besondere Klasse von Substantiven zu bilden, oder y und ish, mit einAdjectiv zu bezeichnen; auch Zusammensetzungen mit deutschen Endwörtern,als: f»ll, lese» ship ii. s. w. finden sich häufig. Dagegen werden die En-dungen romanischen Ursprungs niemals, oder höchst selten ausnahmsweise(hinderance, sailor, bridal) an germanische Stammwvrtcr angesetzt. Es istdaher ganz besonders wichtig, auf die germanischen Endsylben zu achten, undsie von den romanischen streng zu unterscheiden.
4. Wortschreibung. ' Die schriftliche Darstellung des inündlichen Aus-drucks würde im Englischen großen Schwierigkeiten unterliegen, wenn derEngländer wirklich nach dem Gehör schreiben wollte. Da aber die Lautzeichcn(Buchstaben) im Englischen herkömmlich aus den beiden Sprachursprüngenmit herübergenommen, und während die Laute sich änderten, doch in der Schriftmeist beibehalten sind, so entsteht natürlich ein fühlbarer Widerstreit zwischenmündlichem und schriftlichem Ausdruck, so daß, wer den erstern nicht gehörthat, ihn ohne lange Uebung aus letzten» nicht erkennt, zumal selbst da, wodie Laute nicht sehr verschieden sind, die Tvnsctzung eine große Schwierigkeitmacht, von welcher der Lam oft bedingt wird. Wie aber die Sache nun steht,darf man es den Engländern Dank wissen, daß sie nicht mit dem Laute auchdie Orthographie abgeändert haben, denn die letztere ist durch ihre Eigenheitzugleich ein Wegweiser für die Erkenntniß des Ursprungs der Wörter, diewichtig genug ist, um jenen Mangel an Uebereiiisliminiing gut zu machen.So z.' B- führen die Wörter mit verschwiegenem s : light, right, sight, slight,auf die germanischen licht, recht, ficht, schlecht, malign, sign, auf malignus,sign, IM (oder malin, signe), und gewöhnlich zeigt auch der Engländer anandern Formen, daß ihm das g hier nicht ganz gleichgültig sei, wie in benignity,signature. Die verschwiegenen w, wie in two, who, sind eben so wichtig fürdie Andeutung der Abstammung, dies beweisen twin, twice, where, whyii. s. w- Hiernach sind auch die übrigen Fälle gerechtfertigt, wo verschwiegeneBuchstaben mit geschrieben werden, wie k, t> und p in ll„, ps, im Anfange,mh, mpt am Ende. Aus demselben Grunde ist eS zu rechtfertigen, daß Buch-staben, deren Laut ganz verändert worden, doch noch der Abstammung gemäßgeschrieben werden, wie enough, though, (in einigen Gegenden auch 'wie 6°ausgesprochen), rough, tough; da sie alle einen germanischen Hauchlaut amEnde hatten, wie an genug, doch, rauch, zähe (zach) zu sehen ist. Schwierigist freilich die Auffindung der Gründe der Orthographie bei Vokalen. Den-noch kann man in den Wörtern romanischen Ursprungs beim ersten Blick sehen,daß der Bokal dahin gehöre, entweder als mit herüber gebracht, oder als regel-mäßige englische Abänderung, und wird man selten eine Ausnahme finden,wie etwa key (ki) aus des, Valley aus vallee, oder wenn durch den Einflußliquider Laute der ursprüngliche Laut des Vokals sich völlig geändert hat, wietreat, season, reason ii. f. w. In Wörtern germanischen Ursprungs erhältsich in der Regel der einfache Vokal ebenfalls aus der Ableitung, wenn gleichmit verändertem Laute, so lange dieser sich mit der Schrift verträgt, geht aber
in einen andern über, sobald dies nicht der Fall ist, z. B- machen malle,
Schaaf sheep, oder wenn ein Consonant zugleich vokalisirt wird, wie day,slay; und dadurch öfters nach bloßer Analogie der Laute. Verträglich abersind dem Engländer mit a, alle Abstufungen des Lautes a bis zum gedehnteneh; mit e alle Abstufungen des Lautes e bis zum langen i; mit > alle Ab-stufungen des i, einbegriffen ei, eu, ü; mit o fast alle dunkelern Laute; mit »alle ganz wie u klingende, und einige nnbestimmt dunkele Laute, für die eskein besonderes Zeichen giebt. Wo diese nicht ausreichen, hilft sich der Eng-länder mit Andeutung des Lautes durch zusammengesetzte Vokale, die er in
den Sprachen vorfindet und mitunter analog weiter anwendet. Doch änderter das germanische au meist in o» oder <>w, das ic meist in ee und ea, und