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Chronologischer Abriss der Weltgeschichte : zunächst für den Jugend-Unterricht / Fr. Kohlrausch
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Von 753 vor Chr. Geb. bis 476 nach Chr. Geb.

D.C.

318.

Italien .

Makedonien und Griechenland .

nicht angenommen;der Krieg erneuert.Die Konsuln Publi-lius u. Papirius rä-chen d. Caud. Schmachdurch eine Niederlageder Samn. u. Wieder-eroberung v. Luceria.

Aweijähr. Waffen-stillst. den Samnitenbewilligt, dann derKrieg wieder ange,fangen.

Nach u. nach ver-binden sich d. meistenital. Völkerschaftengegen die Römer u.diese haben mit denSamniten, Etrus-kern, Umbrern, Per-nikern, Marsern, Pe-lignern u. a. zu käm-pfen. Es wird mitwechselndem Glücke,doch meistens siegreichvon den Römern ge-kampft. Auch d. Gal-lier nehmen Theil

300.

Die Isx Oguliu»

s.v.

macht d. Plebejer auch

454 .

zumPriesterthum

fähig-

295.

O.FabiusMaxi-

mus, Rullanus(Maximus genannt,weil er als Censor dieFreigelassenen in vierstädtische Tribus ver-theilt,) schlägt die ver-einigten Feinde in dergroßen Schlacht beiScntinum.DecrusMus opfert sich nachdem Beispiele seinesVaters den unterirdi-schen Göttern. Nach

3l9. Antip. st., nachdem er den alten Polysperchon zum Re-genten ernannt hat. Dieser ernennt den Augen Eumenes zumFeldherrn des königl. Hauses in Asien , welcher mit abwechs. Glückegegen den ehrgeizigen Antig. kriegt, aber endlich von seinen Solds,tcn an denselben ausgeliefert und 315 von ihm hingerichtet wirdDas königl. Haus verliert an ihm seinen letzten treuen Freund. Esist schon in sich selbst zerrissen. Die ehrgeizige Olympias/ Alexd. Gr. Mutter, hat den Arrhidaus todten lassen, ist aber selbst vonKassander, des Antig. Sohn, der sich in Griechcnl festgesetzt hat,getödtet. Der junge Alexander, nebst seiner Mutter, bleibt in Kas-sanders Händen.

Die nächsten 15 Jahre drehen sich vorzügl. um die Unternehmungendes ehrgeizigen Antigonus und seines Sohnes Demekrius Po-lyorcetes. Der von Antig. aus Babylon vertriebene Seleukusflieht nach Aeg. und schließt ein Bündniß mit Ptol., Lysimach. undKassander. In dem darauf folg. Kriege wird Griechenland sehr ver-wüstet aber von Kass. behauptet. Ptol. schlägt den Dcmetrius beiGaza 212 , Seleukus geht nach Babylon zurück und behauptetsich in Ober-Asien.

311- Friede, worin Kass. Macedonien, Lys. Lhracien, Ptol.Aegypten , Antig. Asien erhalten; Seleuk . wird von Antig. aus-geschlossen.

310. Kassander ermordet den jungen Alex. u. seine Mutter; daskönigl. Haus ist ausgerottet; der Krieg zwischen den Nebenbuhlernbricht wieder aus und jeder sucht Griechenland durch Versprechungder Freiheit aus seine Seite zu bringen.

308. Demetrius, des Antig. Sohn, befreit wirklich Athen undzwingt den Demetrius Phalereus , nach Aegypten zu fliehen.

306- Er schlagt ebenfalls die Flotte des Ptolem. bei Cypern ineiner großen Schlacht. Er und sein Vater nehmen darauf d enKönigstitel an und so auch die drei übrigen.

Allein Antig. kann Aegypten nicht gewinnen und die Belag, vonRhodus , obgleich sie dem Demetrius den Namen Polyorceteserwirbt, mißlingt 303.

Doch befreit Demetr. zum zweiten Male Athen von KassandersBesatzung und wird zum Feldherrn der Griechen gegen Kassanderernannt;

302. Da stiftet dieser ein neues Bündniß der übrigen Königegegen Antigonus.

301. Große Schlacht bei Jpsus in Phrygren, gewonnenvon Seleuk . und Lysim., in welcher der 50jähr. Antigonus fälltDemetr. entkommt zu Schiffe nach Griechenland .

Kassander von Maced. st. 298; seine Söhne uneinig; der letzteAlexander, wird:

295 von Demetr. Polyorcetes ermordet, der 294 Königvon Macedonien wird.

Da er aber nicht Ruhe halten kann, wird er von Pyrrhusvon Epirus und Lysimachus von Thracien 288 aus Maced. ver,drangt und flieht zu seinem Schwiegersohn Seleukus, der ihn bis anseinen Tod 284 erhält.

Pyrrhus wird aus Maced. von Lysimachus verdrängt, deraber 282 gegen Seleukus fällt. Seleukus, der sich Macedoniensbemächtigen will, wird 281 auf der Reise von Ptolemaus Ce-raunu s ermordet, der nun den Thron Macedon. besteigt, aberschon 279 durch die unter Belgius eingefallenen Gallier besiegtund getödtet wird.

Syrien .

Von 312 an kanndas Reich der Se-len ciden in Asien gerechnetwerden; vonda an behauptet sichSeleukus in Ober-Asien, dehnt ftineHerrschaft siegreichaus, weshalb er denBeinamen Nikatorerhält, und ist 306,als er den königl.Titel annimmt,schön Herr aller Län-der zwischen dem Euphrat,Jndusu.Oxus.305 macht er einengroßen indischenZug gegen d. KönigSandrokottus, kommtbis an den Ganges und bleibt von nunan in steter Verbin-dung mit Indien , vonwo die syr. Königeihre Kriegselephantenerhalten.

Durch die Schlachtbei Jpsus kommtvondesAntig.Ländernnoch Syrien , Kappa-docien, Mcsopot.undArmen, an sein Reich.Leider aber wird Sy,rien Hauptland, wo-durch das Reich in alleHandel der westlichenWelt verflocht, wird.

Während d.l8jähr.

Ruhe vorr 304 bis

Aegypten . Karthago .

Ptolemaus I. , S 0 ter,323284, derAegypt. schonin der erstenTheilung derLander Alex.erhalten hat,behauptet sichfortwährend uerwirbt dazunach und nachLybien.Cyrene,Arab., PhönizJudäa,Cölesy-rienu. Eypern.Er vergrößertAlexandria durch Kolon,besond. Juden,deren er meh-rere Lausenddahin fuhrt,legt prächtigeGebäude an,z. B- d. Sera-peum, d- Pha-rus, befördertSchiffahrt undHandel. ZurFörderung derWissenschaften erselbstwarSchriftsteller, stiftet crdaMuseum, (ge-lehrte Akade-mie,) und dieerste Biblioth.

Ptolem.II.Philadel-phus,284242-Ruhige u.segensreicheRegier. Han-del u. Verkehrgedeihen, Aeg.wird erste See-macht u.blühtvor allen an-dern LandernLandhandelauf den Kara-

Die Kar-thagerhabenv. 311 an einenneuen KrieqaufSicilienzu führen, in-dem Agatho-kles, der sichder HerrschaftinSyrakusäbemächt. hat,den Plan er-neuert, sie ausSicil. zu ver-treiben.Ägath.wird zwar ge-schlagen undSyrakus bela-gert, er gehtkühn mit einerFlotte n. Afri­ ka hinüber, woer den Kriegmeist glücklichführt, bis 307derAufstand d.griech. Städteihn nach Sici-lien zurückruft.Er macht 306Frieden. BeideTheile behal-ten, was sie ge-habt haben.

Die Kartha-ger greif wie-derSyrakusan, welches,von innern Un-ruhen zerrüh-ret, 278 P y r-rhns zu Hül-fe ruft. Dieserbemächtigt sich277 Siciliensbis Lilybaum.Die Karthage»