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Chronologischer Abriss der Weltgeschichte : zunächst für den Jugend-Unterricht / Fr. Kohlrausch
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Von 753 vor Chr. Geb. bis 476 nach Chr. Geb.

N.CH.

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Römisches Reich .

Nach I2jährigem Streike bleibt Conftantius alleiniger Herr Und sichert sich den Throndurch den Mord der meisten seiner Verwandten, von denen sein Vetter Fl. Julianusübrig bleibt u. von Const. zur Vertheidigung des Rheines gegen die Deutschen berufenwird. Er hält sich tapfer, erweckt aber das Mißtrauen des Const-, wird zu Paris vonseinem Heere zum Kaiser ausgerufen. Const. st. vor Ausbruch des Krieges.

Fl. Jutianus (Apostat«), stellt Ordnung und Sittenstrenge am Hofe her, ist aberdem Christenthum abgeneigt, st. 363 in einem Gefecht gegen die Perser.

Cl. Jovianus giebt den Persern die Crob. zurück, st. schon nach 8 Monaten.

Fl. Valentins anus , nimmt seinen Bruder Valens zum Mitregenten an u. giebtihm die vraoloctura Orivntis.

Valent., der fortwährend gegen die andrängenden deutschen Völker zu kämpfen hat, st. 375.Gratianus, sein Sohn, nimmt seinen Bruder V al en tinian II- zum Mitregenten an.Anfang der Völkerwanderung.

Die Gothen, von den Hunnen gedrängt, gehen über die Donau , (400,000 Waffenfä-hige,) Anfangs friedlich, dann durch Druck der Statthalter feindlich.

Schlacht bei Adrianopel, in welcher Valens bleibt- Gratian , der seinem Oheimzu Hülfe ziehen will, erhält die Nachricht seines Todes und ernennt den Spanier Theo-dosius zum Augustus im Orient. Dieser vergleicht sich mit den Gothen und führt imOrient eine kräftige Regierung.

Gratian wird ermord., aber Theodosius straft den Mörder Mariminus, so wie denUsurpator Cugenius u. wird Herr deö ganzen Reiches, st. aber schon im folgend. I

Theilung des Reiches zwischen seinen Söhnen:

Arcadius erhält den Orient unter Vormundschaft des Galliers Rufinus ;

Honorius den Occident, unter Vormundschaft des Wandalen Stil icho.

Alarich , König derWestgothen, bedroht Italien ; Stilicho, um sich ihm zuwidersetzen,zieht die röm. Truppen aus Gallien , das nun von Wandalen, Alanen u. Sueven über-schwemmt wird. Italien wird durch die Schlacht gegen Alarich bei Verona und ge-gen Radageisus bei Fäsulä von Stilicho gerettet. Als aber Stilicho auf des mißtraui-schen Honorius Befehl hingerichtet ist, dringt Alarich wieder vor bis Rom , welches denFrieden erkaufen muß. Im folgenden Jahre kehrt er wieder u. setzt den StadtpräsectAttalus zum Augustus ein, statt des Honorius, der sich in Ravenna eingeschlossenhat; setzt auch den Attalus bald wieder ab und erobert Rom mit Gewalt. Er st. in Co-lenza; sein Nachfolger Athaulf plündert Rom wieder, führt die Schwester des Honor.,Placidia , als Geißel mit nach Gallien und heirathet sie dort- Nach Athaulfs Ermordungwird sie an dem zum Augustus erhobenen Feldherrn Constantius verheirathet.

Honor. st., der Geheimschreiber Johannes bemächtigt sich der Regierung, wird abe.rdurch den morgenländischen Kaiser Theodosius 11. entsetzt u. der unmündige Sohn der Placidia,Valentinian III. , unterder Vormundschaft seiner Mutter, zur Regier, erhoben. Langeunglückliche Regierung, unter welche fast alle Provinzen, außer Italien , verloren gehen.Britannien, den Einfällen der Picten und Scoten ausgesetzt, wird verlassen.

Der Statthalter Bonifacius in Afrika , durch dieRänke der Kaiserin Placidia gereizt,ruft den Vandalen-König Geiserich aus Spanien , wird aber selbst geschlagen u. Hippoerobert.

Geiserich erobert Karthago und stiftet das vandal. Reich daselbst.

Die Dritten flehen um Hülfe gegen die Picten, und da die Römer nicht helfen, rufensie die Angeln und Sachsen unter Hengist und Horsa.

Attila , König der Hunnen, der schon das ost-römische Reich heimgesucht, Thracienund Griechenland bis an die Thermopylen verwüstet hat, zieht an der Spitze eines Völ-kerschwarmes nach Westen, wird jedoch auf den catalau Nischen Feldern von Aötiusund dem Westgothen-Könige zum Umkehren genöthigt.

Er zieht nach Jtal., zerstört Aquileja , läßt sich aber zum Rückzüge erkaufen, st. 453Aätius von Valentinian ermordet, doch dieser von:

Petronius Marimus, der Kaiser wird und des Valent . Gemahlin Eudoria nöthigt,ihn zu heirathen. Sie ruft aus Rache den Geiser ich; er erobert und plündert Rom ;Marimus kommt um. Ihm folgt M. Avitus, der zu Arles die Krone annimmt, aberbald von dem Sueven Nicimer, dem Anführer der deutschen Miethsrruppen, entsetzt,wird. Nicimer vergiebt nun 16 Jahr lang den Thron, den er selbst nicht haben will;

Neu-Persien.

Deutschland .

Julian macht ei-nen großenZug gegenSaporesll.; erübsrschreitet den Tigrisu. siegt bei Ktesiphon ,wird aber auf demRückzüge tödtlichverwundet.

Jovianus machtFrieden mit Sapores».giebt die von Ga-lerius gewonnenen 5Provinzen amTigrismit der Festung Ni-sibis zurück.

Sapores erobertauch in der Tarta-rei und Indien .

Unter Artarer-rcs II., SaporesIII-u.WararanesIV., von380399,blüht das Reich sehr-Jzdescherd I.399 420, zeigt sichals Christenfreund;erobert Armenien412-

Wararanes V.420440, verfolgtdie Christen u.geräthdeshalb mit Theodo­ sius II. in Krieg. Ererobert Demen .

Lararanus VI-440 457- Gesetz-geber.

Hormisdas IIIverdrängt vonPheroses457488, der sich durchHülfe derHunnen be-hauptet, sie aber

Julian,vonCon-stantius gegen dieDeutschen geschickt,schlägt d.Alamannenbei Straßburg , gehtüb. den Rhein , greiftdie Franken an derMaas an u. zwingtdie Alamannen durchneue Siege zum Frie-den.

Die Sachsen plündern die galli-schen Küsten.

Die Hunnengehen über die Wol­ ga , besiegen die Ala-nen u. Gothen. DieWestgothen in Thrä-nen, ein SchwärmLerOstgotheni-Phry-gienu.Lydien .Alarich , d.West-gothe verwüstetThracien , Mosten,Griechenland , undwendet sich dann ge-gen Italien .

Burgunder, Ala-nen, Vandalen, Eue-ren, in Gallien , diebeiden letzt, auch inSpanien .

Alarich wirddurch den Tod an derAusführung großerEntwürfe gehindert.Seine NachfolgerAthaulf u. Wal-lia gründen daswestgothische Reichim südl. Gallien undSpanien .

Im südl. Gallien bildet sich seit 435das Reich derB urgunder.

Nord-Afrika , Bri-tannien, ebenfalls v-'Deutschen besetzt.

Das Reich des At­ tila umfaßt in einerArtvonLehns-Nepusauch viele deutscheVölker: Gepiden,Ostgothen, Heruler,Turcilinger,Scpre