154
über die Donau gehen. Dort saßen damals dieWil-zhenmit ihrem Herzog Alpker, RorsteinsSohn,nachdem ihr König Waldcrich mit seinem ganzenStamme vertilgt worden und nun Adilwolch,Walderichs Sohn, aus Burg »irdischem Stammeihr König war. Auf den Rath eines Luitholdlassen die Schwaden ihre Weiber und Kinder schön,geschmückt »nter den Zelten und verstecken sich,fallen aber baun über die zugreifenden Feinde her,und nachdem sie alle Burgunden gctödtet, nehmensie dieses Land in Besitz. Die Beziehungen aufdie Nibelungen -Burgunden und andre verwandte Na-men des Heldenbuchs und der Wilkina Saga sind wolNicht zu verkennen, wenn auch etwas verdunkelt:den Jrnfrid finde» wir ganz so bei Etzeln wieder-Unter den vielen Minnesingern des i3ten Jahrhun-derts, die hier zu Hause sind, nenne ich besondersWalther von der Vogelweide , oder (nach Arx)Vogelweid er von St. Gallen , der ein eigent-liches wanderndes Sängerleben führte, an den Hö-fen der Hohenstaufen, Thüringer , Ostcreicher nudKärnthner Fürsten . Ulrich von Singcnberg,Walthers Schüler, warTruchseß zu St. Gallen ;und Ulrich von Winterstetten und sein gesang-liebender Bruder Konrad sind auch der Geschichtebekannt durch ihre Fehden mit dem Bischof von Con-ßanz. Um diese Zeit war aber in St. Gallen selber