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Himmelfahrt Mariä und Grablegung Johann is malteund die von Jmmo angefangene Altartafel vollendete.Aber in den langen Fehden dieses AbteS, aus Anlaß desJnvestiturstreitS, Mischen Kaiser Heinrich 4. und PabstGregor 7., seit i»7Z, ging vieles hievon zu Grund«,ward veräußert, und die Säulen wurden ihres Schmucksentkleidet. Sein Nachfolger Mangold (st. 11Z3)stellte manches wieder her, und malte in der Kirche denStammbaum Christi und das jüngste Gericht.
Von allen diesen Herrlichkeiten ist, durch die fol-genden Unruhen und den neuesten Bau der Abtei, we-nig mehr übrig, was sich meist nur mit und an denBüchern erhalten hat. Dieß sind besonders, üuö derfrüheren Zeit, die Werke des Allkünstlers Tutilo : einMitschüler und vertrauter Freund des gelehrten undHeiligen Notker (der Stammler), welcher Inschriftendazu machte und viel mit Teufeln zu kämpfen hatte,und mit dem er in Einem Jahre, 9l2 starb; ferner desunvergleichlichen SchönschrciberS Sintram, und desgelehrten Rapert, welcher die treffliche, durch Eckc-hart und andre fortgesetzte Geschichte der Abtei schrieb,in welcher die kleinen Einzelheiten, besonders von demLeben aller dieser trefflichen Männer so ergötzlich wielehrreich sind. Der Mönch Tutilo las und schrieb La-tein und Griechisch, war Dichter, trefflicher Tonsetzcrnnd Virtuos auf Blas- und Saiten-Instrumenten,h«s»nders aber, ein tüchtiger Baukünstler , Maler und