Die Pflanze. 2S
unterirdischen Organe der Rübenpflanze, die in den verschiedenenPerioden ebenfalls ungleich ist.
Betrachtet man die Zunahme der Blätter und Wurzeln anv Mineralsubstanzen für sich, ohne Rücksicht auf die Menge der-E selben, welche die ganze Pflanze empfängt, so erscheint sie sprung-ß weise und höchst ungleichförmig. Jeden Tag empfängt die Pflanze
- ^ sehr nahe dieselbe Quantität PhoSphorsäure, Stickstoff, Kochsalz,
Schwefelsäure, die sich in den verschiedenen Theilen der Pflanze,
^ den Blättern oder Wurzeln, in welchen sie ihre Verwendungfinden, vertheilen. Der Hauptunterschied in der Aufnahme istbei dem Kali bemerklich, dessen Menge in dem dritten Stadiumaußer allem Verhältnisse mehr als die der anderen Mineral-A bcstandtheilc zugenommen hat.
E In der Pflanze erzeugt der chemische Proceß aus dem
- Rohmaterial aus der Kohlensäure, dem Wasser, Ammoniak, Phos-; phorsäure, Schwefelsäure unter Mitwirkung der Alkalien und Er-den rc. höchst wahrscheinlich nur eine stickstoff- und schwefelhaltige,
l der Albumingruppe, und nur eine stickstofffreie, der Gruppe derK Kohlenhydrate angehörende Substanz; die erstere behält ihrenA Charakter während der Dauer der Vegetation, während die stick-s stofffreie zu einem geschmacklosen gummiartigen Körper, oder zuCellulose oder zu Zucker, und je nach der vorwiegenden organi-st schen Thätigkeit in den ober- oder unterirdischen Organen zu
- einem Blatt- oder Wurzelbestandtheile wird.
Wenn die PhoSphorsäure in Beziehung steht zu der Er-zeugung der stickstoffhaltigen Bestandtheile, so muß der Boden^ ^ in seinen Theilen au beiden Stoffen bestimmte Verhältnisse ent-^ halten, und es müssen bei der Rübe die oberen Schichten noth-! ^ wendig weit reicher als die tieferen an Phosphaten sein. Denn. ^ in der ersten Hälfte der Vegetationszeit ist die Wurzelverzwei-^ gung weit geringer als später, und die Wurzel ist mit einem