Um zu einer richtigen Ansicht über die Bewirthschaftungeines Feldgutes mit Stalldünger z» gelangen, ist es nothwen-dig, sich daran zn erinnern, daß die Fruchtbarkeit des Bodensin einer ganz bestimmteil Beziehung zu seinem Gehalte an denNährstoffen der Pflanzen im Zustande der physikalischen Bin-dung, und die Dauer der Fruchtbarkeit eines Feldes oder seineErtragsfähigkeit im Verhältniß zu der Quantität oder derSumme der im Boden vorhandenen in eben diesem Zustandeübcrgangssähigen Bedingungen seiner Fruchtbarkeit steht-
Die Höhe des Ertrages eines Feldes in einer gegebenenZeit steht im Verhältnisse zu den Theilen der Summe, welchevon dem Boden aus, während dieser Zeit, in die auf demBoden gewachsenen Pflanzen übergegangen sind. Wenn vonzwei Feldern das eine den doppelten Ertrag an Weizenkornund Stroh liefert als das andere, so setzt dies nothwendigvoraus, daß die Weizenpflanzen auf dem einen Felde doppeltsoviel Nährstoffe aus dem Boden empfangen haben, als aufdem andern.
Wenn man eine und dieselbe Pflanze oder verschiedenePflanzen auf einem Felde auf einander folgen läßt, so nehmen