1S8 Verhalte» des Bodens zu den Nährstoffen
mechanische Bearbeitung allein, geschickt gemacht wird, einegleich reiche Ernte im darauf folgenden Jahre zu liefern, wennalso die mechanischen Mittel ausreichen, um den Verrath anNährstoffen so gleichmäßig zu verbreiten, daß die Pflanzender darauf folgenden Cultur eben so viel allerorts im Bodenvorfinden, wie in der vorangegangenen, so würde die weitereZufuhr von Nährstoffen durch Düngung eine Verschwendungsein. Wenn aber das Feld eine solche Beschaffenheit , nicht be-sitzt, so muß, um seine ursprüngliche Ertragsfähigkeit wiederherzustellen, durch den Dünger ersetzt werden, was ihm fehlt.Die mechanische Bearbeitung und der Dünger ergänzen sich alsoin gewissem Sinne gegenseitig.
Wenn von zwei gleichen Feldern das eine gut, das an-dere schlecht bearbeitet worden ist und beide auf ganz gleicheWeise gedüngt worden find, so liefert das gut bearbeitete einenhöhcrn Ertrag, d. h. der zugeführtc Dünger wirkt scheinbarbesser als aus dem schlecht bearbeiteten.
Von zwei Landwirthen, von denen der eine sein Feldbesser kennt und zweckmäßiger baut, als der andere, wird dererstere mit weniger Dünger in einer gegebenen Zeit eben sohohe Ernten oder mit derselben Menge Dünger höhere Erntenerzielen, als der andere.
Alle diese Dinge sollten bei der Beurtheilung dcS Wer-thes der Düngmittel in Betracht gezogen werden, da aber dieWissenschaft kein Maß besitzt, um den Einfluß der mechanischenBearbeitung zu schätzen, so kann derselbe hier nicht berücksich-tigt werden, sondern wir müssen uns an das halten, was wissen-schaftlich meßbar und vergleichbar ist.
Von zwei Feldern, welche gleich reich an Nährstoffen sind,wird das eine durch die mechanische Bearbeitung allein oderdurch diese unterstützt durch Düngung häufig weit früher in