Der Stallmist. 185
mal, an Kali zwanzigmal mehr, als das geerntete und aus-geführte Korn enthielt.
Dieses Weizenfeld wird in drei auf einander folgendenJahren jetzt drei volle Kornernten liefern können, denn die Be-dingungen zur Strohbildung sind »»geändert geblieben, währenddie der Kornerzeugung um das Dreifache vermehrt wurden.Wenn der Landwirth in dieser Weise in drei Jahren ebensovielKorn erzeugt, als er ohne die Hinzuziehung und Mitwirkungder Bvdenbestandtheile des Klees und der Kartoffeln auf den-selben Feldern in fünf Jahren erzeugt haben würde, so ist offen-bar sein Gewinn jetzt größer geworden, denn mit drei Saat-körnern hat er ebensoviel geerntet, als in dem andern Falle mitfünf; aber was das Weizenfeld an Fruchtbarkeit gewonnen, ha-ben die beiden anderen Felder verloren, und das Endresultat ist,daß er mit Ersparung an Culturkosten und mit mehr Gewinnals vorher, seine drei Felder der Periode der Erschöpfung ent-gegengeführt hat, der sie unabwendbar durch die bleibende Aus-fuhr der Bodenbestandtheile im Korn verfallen müssen.
Der letzte Fall, den wir zu betrachten haben, ist, wenn derLandwirth anstatt Kartoffeln und Klee, Rüben und Luzerne baut,welche vermöge ihrer langen, tiefgehenden Wurzeln eine großeMenge von Bodenbestandtheilen aus dem Untergründe holen,dem die große Mehrzahl der Wurzeln der Getreidepflanzen nichterreicht. Wenn die Felder einen solchen Untergrund besitzen,welcher die Cultur dieser Gewächse gestattet, so stellt sich dasVerhältniß etwa so, wie wenn sich die culturfähige Oberflächeverdoppelt hätte. Empfangen die Wurzeln dieser Pflanzen dieeine Hälfte ihrer mineralischen Nahrungsmittel vom Untergründeund die andere von der Ackerkrume, so wird die letztere durchdie Ernte nur halb so viel verlieren, als sie durch eben diese